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ING-Diba-Chef : Weniger Konkurrenz am Geldautomaten wäre im Kundensinn

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Nick Jue, Vorsitzender des Vorstands der ING-DiBa Bild: dpa

Nick Jue macht sich für ein gemeinsames Angebot der deutschen Banken für das Abheben am Geldautomaten stark. Die Bargeldversorgung müsse so effizient wie möglich werden.

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          Der neue Chef der Direktbank ING-Diba , Nick Jue, macht sich für ein gemeinsames Angebot der deutschen Banken für das Abheben am Geldautomaten stark. „Kunden wollen Bargeld so einfach und so billig wie möglich. Banken kostet das aber doch nur Geld“, sagte Jue der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. „Darum fände ich es sinnvoll, wenn wir die Bargeldversorgung als Branche gemeinsam so effizient wie möglich gestalten würden.“

          In den Niederlanden habe sich die Bankenbranche auf einen einheitlichen Standard für Geldautomaten geeinigt, erklärte Jue. In Deutschland dagegen gibt es nach wie vor verschiedene konkurrierende Angebote, bei denen Kunden, die nicht bei der jeweiligen Bank beziehungsweise Bankengruppe ihr Konto haben, fürs Geldabheben teils erhebliche Gebühren zahlen müssen.

          Die Sparkassen betreiben in Deutschland 25.700 Geldautomaten, die Volks- und Raiffeisenbanken 18.700 (jeweils Stand Ende 2016). Die großen Privatbanken – Deutsche Bank/Postbank, Commerzbank und HypoVereinsbank – bieten ihren Kunden an 9.000 Automaten bundesweit eine kostenlose Bargeldversorgung. Die ING-Diba hat 1.200 eigene Automaten. Fremdkunden zahlen dort fürs Abheben 1,95 Euro Gebühr.

          Das Bundeskartellamt hatte im September mitgeteilt, es sehe derzeit keine Notwendigkeit, Fremdabhebegebühren an Geldautomaten zu begrenzen. Zwar verlangen Banken einer Untersuchung der Wettbewerbshüter zufolge meist drei und fünf Euro für Auszahlungen an Fremdkunden und im Einzelfall sogar deutlich mehr.

          Die meisten Verbraucher könnten diese Gebühren aber vermeiden, argumentierte das Kartellamt: Sie könnten einen Automaten ihrer Bank oder ihres Geldautomatenverbundes nutzen, sich bei Tankstellen oder im Handel mit Bargeld versorgen oder – vielfach gebührenfrei – eine Kreditkarte zum Abheben nutzen. Und auch an Automaten gebe es seit Mitte Januar 2011 mehr Transparenz: Seither bekommen Verbraucher vor der Auszahlung direkt am Automaten angezeigt, welche Kosten ihnen für das Geldabheben entstehen.

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