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Hoher Benzinpreis : Anonymer Aufruf zum Tankstreik am Montag

Ob Autofahrer am Montag die Tankstellen meiden werden? Bild: dpa

Bei Whatsapp und auf Facebook verbreitet sich ein anonymer Aufruf: Wegen der hohen Benzinpreise sollten am kommenden Montag die Tankstellen boykottiert werden. Der ADAC macht andere Vorschläge.

          Viele Autofahrer sind derzeit über die hohen Benzinpreise an den Tankstellen verärgert. 1,526 Euro kostete ein Liter Super E10 zuletzt im Durchschnitt, 1,433 Euro ein Liter Diesel. Bislang hat es in Deutschland allerdings, anders als beispielsweise in Frankreich, noch keine öffentlichen Proteste gegen die hohen Preise gegeben. Immerhin aber kursiert im Internet mittlerweile ein Aufruf zu einem Boykott von Tankstellen am kommenden Montag, den 26. November.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Große Protestaktion gegen steigende Benzin- und Dieselpreise“, heißt es in dem Aufruf, der zunächst wohl in Bayern auftauchte, dann aber auch in anderen Bundesländern. Wer tanken müsse, solle dies am kommenden Sonntag tun, nicht am Montag, wird in dem Aufruf gefordert. Die Nachricht wird über den Nachrichtendienst Whatsapp und auf Facebook verbreitet. Darin wird der Empfänger der Nachricht auch aufgefordert, diese Information weiter zu verbreiten, als „Zeichen gegen hohe Benzin- und Dieselpreise“. Ein Urheber wird nicht genannt.

          Der Automobilklub ADAC, der sich auch mehrfach sehr kritisch zu den hohen Benzinpreisen geäußert hatte, blieb gegenüber dem anonymen Aufruf gleichwohl sehr zurückhaltend. „Wir können das nicht kommentieren“, sagte ein ADAC-Sprecher. Offenbar wird die Aktion beim ADAC nicht besonders ernst genommen. Der Automobilklub rate den Autofahrern, lieber auf den Wettbewerb zu setzen, sich über günstige Benzinpreise beispielsweise mit Hilfe von Benzinpreis-App zu informieren und so seine Marktmacht als Verbraucher zu nutzen.

          Der Preis für Rohöl auf den Weltmärkten ist unterdessen am Donnerstag weiter gefallen. Ein Barrel (Fass zu 159 Liter) kostete zeitweise 63,25 Dollar, das waren 0,4 Prozent weniger als am Vortag.  

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