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Immobilien lohnen weniger : Schlechte Zeit für Wohnungskäufer

Berlins Altbauten, hier in Kreuzberg, gehören zu den gefragtesten Immobilien in Deutschland. Bild: Paul Langrock/Zenit/laif

Wer Immobilien kauft und vermietet, verdient inzwischen kaum noch Geld. Besonders schwierig ist es in München. Das macht auch den nötigen Neubau von Immobilien unattraktiv.

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          Man glaubt es kaum, aber Horst Seehofer ist nicht nur Bundesinnenminister, sondern auch Bauminister. Vor kurzem sagte er: „Die Wohnungskosten sind vielleicht die brennendste soziale Frage unserer Zeit.“ Das klingt aus seinem Munde überraschend, denn eigentlich redet der CSU-Vorsitzende fast nur über Flüchtlinge. Aber er hat recht. Deswegen ruft die Regierung zum großen Wohnungsgipfel in der nächsten Woche zusammen. Dabei sollen die Wohnungs- und Mieterverbände, Architekten, die Baugewerkschaft und die Bauminister nach Lösungen suchen, damit endlich alle eine bezahlbare Wohnung finden.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die fast vier Millionen privaten Vermieter in Deutschland dürften jetzt nervös werden. Denn sie ahnen schon, dass Lösungen vor allem zu ihren Lasten gefunden werden könnten. Die Regierung hat gerade solche Befürchtungen genährt: Ein neues Gesetz verschärft die Mietpreisbremse, Modernisierungskosten dürfen nicht mehr so stark auf die Miete umgelegt werden, Wohnungskündigungen werden erschwert. Die SPD schlägt sogar vor, die Mieten nur noch so stark wie die Inflationsrate steigen zu lassen.

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