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Betrug beim Autokauf : Mit diesen Tricks werden Sie nicht abgezockt

Wollen viele haben – nicht nur als Modell, sondern als richtiges Fahrzeug. Bild: Ly, Martin

Im Internet werden immer mehr Autos angeboten. Betrüger wie Carlsson schleichen sich mit allen Tricks unter die Verkäufer – dagegen gibt es aber wertvolle Hilfe.

          3 Min.

          Gustav Carlsson bietet seinen blauen VW-Bus für 5500 Euro im Internet an. Der Bulli hat zwar viele Kilometer und 21 Jahre auf dem Buckel, sieht aber gepflegt aus und weist auf den ersten Blick keine Mängel auf. Carlsson sagt, der Wagen hat weder Rost noch Kratzer, selbst die Sitze sind nicht abgenutzt. Ein wahres Schnäppchen. Das Problem nur: Gustav Carlsson existiert gar nicht. Seine Identität ist gestohlen, die Geschichte um seine Person und das Auto frei erfunden. Carlsson gibt vor, in Stockholm zu leben. In Deutschland habe er als Marineingenieur gearbeitet und sich einen VW-Bus gekauft, den er nun wieder loswerden möchte, weil Versicherung und Anmeldegebühr in Schweden sehr hoch seien. „Ich muss es schnell verkaufen, Sie können sich vorstellen, dass dies der einzige Grund ist, warum ich es zu einem so niedrigen Preis verkaufe“, schreibt Carlsson.

          Martin Franke

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Er habe einen Käuferschutz abgeschlossen und auch darüber hinaus versucht er, trotz sprachlicher Mängel des Google-Übersetzers, Vertrauen auf der Gegenseite zu gewinnen. „Um eventuelle Zweifel bezüglich des Autos zu vermeiden, haben Sie gleichzeitig 5 Tage Zeit oder maximal 300km, um das Auto zu testen und die Papiere zu überprüfen.“ In der nächsten E-Mail fragt er nach einer Kopie des Personalausweises und einer Handy-Nummer, „damit wir leichter diskutieren können“. Im Anhang sendet er Fotos, die ihn und seine Familie zeigen sollen. Auch findet sich dort die Aufnahme eines – erst auf den zweiten Blick – gefälschten schwedischen Passes.

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