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Fremde Währungen : Was tun mit dem restlichen Bargeld aus dem Urlaub?

Zurück in Deutschland können Urlauber die ausländische Währung wieder umtauschen – meist jedoch zu schlechten Wechselkursen. Bild: dpa

Nach dem Urlaub verbleibt oft noch Geld aus dem Reiseland im Portemonnaie. Wie kann das noch sinnvoll eingesetzt werden? Die Münzen mit nach Hause zu nehmen ist nicht die beste Option.

          Viele Deutsche zahlen auf Reisen noch immer am liebsten mit Scheinen und Münzen. Das belegt auch eine Umfrage der Postbank. Demnach hält im Durchschnitt jeder zweite Bundesbürger Bargeld für das wichtigste Reisezahlungsmittel. Und wer kennt das nicht? Nach dem Urlaub verbleiben oft noch so einige fremde Münzen und Scheine im Portemonnaie und in den Hosentaschen, wenn man nicht gerade innerhalb des Euroraums verreist war.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Was also tun mit dem kleinen oder größeren Rest an kanadischen Dollar, schwedischen Kronen oder Schweizer Franken? Darüber sollte man sich am besten schon vor dem Urlaub Gedanken machen, raten Fachleute des privaten Bankenverbandes. Denn der Umtausch in Euro könne schwierig oder sehr teuer sein. Wer Bargeld aus dem Urlaub mitbringe, finde zwar auch in Deutschland Wechselstuben und Kreditinstitute, die Banknoten wieder in Euro tauschten. Doch die Gebühren seien oft hoch und die Wechselkurse ungünstig. Daher lohne sich dies gerade für kleinere Beträge nicht. Münzen würden gar nicht umgetauscht. Selbst die Deutsche Bundesbank nehme ausländische Geldscheine oder Münzen nicht an.

          Möglich ist es natürlich auch, das Geld bis zur nächsten Reise in dieses Urlaubsland aufzubewahren. Dies könne sich durchaus anbieten, wenn man seine Ferien dort regelmäßig verbringe oder Verwandte oder Freunde in Kürze eine Reise dorthin unternähmen, sagen die Fachleute des Bankenverbandes. Währungen einiger Länder unterlägen jedoch starken Kursschwankungen wie aktuell die türkische Lira. So sei es möglich, dass die Reisekasse später nicht mehr so viel wert sei.

          Ein letztes Andenken oder eine Spende

          Der Ratschlag lautet daher, auf Reisen in Länder außerhalb des Euroraums die Ausgaben möglichst so zu planen, dass zuletzt kein Bargeld in der fremden Währung mehr im Portemonnaie verbliebe. Andernfalls freuten sich auch gemeinnützige Organisationen über eine Spende; an Flughäfen oder in Geldhäusern gebe es Sammelbehälter für den guten Zweck.

          In so manchem Portmonee findet sich ein bunter Strauß an fremden Währungen.

          Man kann sich natürlich auch noch ein letztes Andenken kaufen oder sich mit einem großzügigen Trinkgeld im Hotel oder Restaurant bedanken. Und Hand aufs Herz: Wer hält nicht gern ein verschrammtes Lira-Stück in Händen oder andere Währungen, die es längst nicht mehr gibt, und schwelgt in alten Zeiten?

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