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Einkaufen im Laden : Die Schlange nervt!

  • Aktualisiert am

An der Kasse. Bild: dpa

Wer im Laden einkauft, ärgert sich besonders oft über die Schlange an der Kasse. Aber auch am Online-Handel sehen die Kunden Nachteile.

          Am meisten nerven die Verbraucher beim Einkauf im Supermarkt oder im Modegeschäft einer Umfrage zufolge Schlangen an der Kasse. Doch auch fehlende Ware und unfreundliche Verkäufer sorgen immer wieder für Ärger bei den Kunden. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Teambank hervor.

          Dabei gaben immerhin 53 Prozent der Befragten an, sich schon einmal über lange Wartezeiten beim Bezahlen geärgert zu haben. Fehlende Ware sorgte bei immerhin 49 Prozent der Verbraucher für Frust beim Einkaufsbummel. Und 46 Prozent der Verbraucher klagten über unfreundliche Verkäufer, die das Einkaufserlebnis verdarben.

          Dabei muss der stationäre Handel angesichts des Siegeszuges des Onlinehandels eigentlich um jeden Kunden kämpfen. Der Umfrage zufolge kaufen inzwischen zwei Drittel der Deutschen zumindest gelegentlich im Internet ein. Bei den unter 50-Jährigen sind es sogar fast 80 Prozent. Beim Interneteinkauf gefällt den Verbrauchern vor allem die große Auswahl. Anlass für Ärger sind hier vor allem zu hohe Versandkosten, sowie – deutlich seltener – fehlende Ware.

          Amazon baut den Laden ohne Kassen

          Gleichzeitig drängt der Onlinehandel in die stationären Läden. Amazon hat am Unternehmenssitz in Seattle bereits einen Supermarkt eröffnet, der komplett ohne Kassen auskommt: Eine Kamera und Sensoren registrieren, welche Artikel die Käufer aus dem Regal nehmen.

          Ladengeschäfte punkten dagegen in den Augen der meisten Kunden mit besserer Beratungsqualität und attraktiverer Warenpräsentation. Auch beim Kundenservice nach dem Kauf schneiden die klassischen Einzelhändler in der Beurteilung der Verbraucher deutlich besser ab als die Onlineshops. Erst Recht gilt dies für die Sicherheit persönlicher Daten. Hier vertrauen 84 Prozent der Befragten eher den normalen Läden als den Onlineshops.

          Wie groß die Bedeutung des Onlinehandels ist, variiert allerdings von Branche zu Branche stark. Nach wie vor kauft auch die Mehrheit der Online-Shopper insbesondere Lebensmittel (99 Prozent), Möbel (86 Prozent) und Haushaltsgeräte (68 Prozent) bevorzugt in Ladengeschäften. Bei Büchern, CDs und DVDs findet dagegen inzwischen der Umfrage zufolge die Mehrheit den Einkauf im Internet bequemer.

          Die Methode

          Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat für Teambank im 2. Halbjahr 2017 in einer repräsentativen Umfrage insgesamt 1004 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt.

          Gefragt wurde unter anderem: „Nutzen Sie zumindest gelegentlich für Produkte oder Dienstleistungen den Kauf über das Internet?“, „Bitte denken Sie nun einmal an Ihre Einkäufe in Ladengeschäften zurück. Welche der folgenden Aspekte machen Ihre Einkaufe manchmal kompliziert bzw. worüber haben Sie sich schon einmal geärgert?“; „Welche der folgenden Aspekte haben Ihren Online-Einkauf manchmal kompliziert gemacht bzw. worüber haben Sie sich schon einmal geärgert?“

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