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Von Amaranth bis Zatar : Das Veggie-ABC

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Die Supermarktkette Veganz verkauft nur vegane Lebensmittel. Bild: Röth, Frank

Veganer sind die neuen Vegetarier. Immer mehr Deutsche verzichten auf tierische Produkte wie Milch und Eier - aus ethischen Gründen oder einfach um ein paar Kilo abzunehmen. Doch was essen Veganer eigentlich? Unser Veggie-ABC klärt auf.

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          Zwischen Glaubenskampf und Glaubensmampf: Die Vegetarier-Welle macht für viele Menschen Lebensmittel populärer, die früher keine Massenware gewesen sind. Quinoa oder Plattpfirsiche zum Beispiel waren vor ein paar Jahren noch nicht so in aller Munde wie heute. Zum Weltvegetariertag (1.10.) ein ABC neumodischer Lebensmittel und mancher Phänomene, die dazu gehören:

          A wie Amaranth

          Die traditionelle Speise der Inkas war in Europa bis vor wenigen Jahren fast unbekannt. Doch nicht zuletzt Allergiker, die Gluten (Klebereiweiß) in Getreidesorten wie Roggen, Weizen oder Hafer schlecht vertragen, bescheren Amaranth (etwa als Poppkorn) einen Siegeszug. Amaranth enthält mehr und hochwertigeres Eiweiß als unsere Getreidesorten, auch der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Faserstoffen sowie an Mineralstoffen ist höher.

          B wie Vitamin B12

          Das Einzige, was vegane Ernährung nicht liefert, ist Vitamin B12, das von Mikroorganismen gebildet wird. Angebliche Mangelerscheinungen und fehlende Vitamine bei Ernährung ohne Tierprodukte sorgen immer wieder für Diskussionen. Viele Veganer halten die Debatte aber für albern. Schließlich griffen auch viele Fleischesser zu Vitaminpillen oder Magnesiumtabletten.

          C wie Cashewmus

          Für viele Veganer ist dieses Nussmus ein beliebter Brotaufstrich oder Zusatz bei Gemüsegerichten und Soßen.

          D wie Dicksaft

          Agavendicksaft gilt als Alternative zum Zucker. Er enthält aber fast so viele Kalorien wie normaler Zucker, da er zu etwa 80 Prozent aus Zucker besteht, wie die Krankenkasse AOK erklärt. Allerdings enthalte er fast nur Fruchtzucker, der schneller als weißer Zucker ins Blut gehe. Wer Kalorien sparen will, sollte aber wohl eher auf Stevia oder Süßstoff umsteigen.

          E wie Edamame

          Die Sojabohnenkerne Edamame sind Dicken Bohnen ähnlich, schmecken jedoch etwas nussiger und sind knackiger. Bis vor ein paar Jahren waren sie vor allem in japanischen Restaurants zu bekommen. Inzwischen sind sie ein Hit bei Vegetariern. Reich an Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren oder auch Vitamin A werden sie gern kalt oder warm mit Tofu, gerösteten Erdnüssen oder Nudeln kombiniert.

          F wie Flugmango

          Sogenannte Flugmangos werden vollreif geerntet und per Flugzeug aus Ländern wie Brasilien, Mexiko, China, Pakistan, Thailand oder Indonesien zum Verbraucher in Europa gebracht. Die Ökobilanz ist entsprechend schlecht. Mangos an sich sind als Smoothie oder im Lassi ein fantastisch schmeckendes Tropenobst.

          G wie Gojibeeren

          Geheimwaffe Goji - getrocknete Gojibeeren werden gerne als Anti-Aging-Sensation gepriesen. Angeblich spenden die ein bisschen wie Feigen oder Dörrpflaumen schmeckenden roten Früchte viel Energie, sind gut fürs Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und helfen gegen Bluthochdruck oder Schlafprobleme. Die Gojibeere wächst am Gemeinen Bocksdorn (englisch auch Goji oder Wolfberry) und wird gern in der chinesischen Küche verwendet.

          H wie Hafermilch

          Getreide-Drinks als Milchersatz (aus Soja, Hafer oder Reis) werden beliebter, etwa mit Müslis oder im Kaffee. Oft enthalten sie inzwischen aber ziemlich viel Zucker.

          I wie Ipomoea batatas

          Begriff für das Trendgemüse Süßkartoffel. Sie wird auch Weiße Kartoffel genannt, ist in (sub)tropischen Regionen weit verbreitet. In den USA ist sie etwa als Beilage zum Thanksgiving-Truthahn populär. In jüngerer Zeit taucht sie, etwa als Süßkartoffel-Pommes oder auch Püree, auf immer mehr Speisekarten großstädtischer Trend-Lokale auf.

          J wie Joghurt, und zwar Sojajoghurt

          Gepopptes Amaranth mit Sojajoghurt und frischen Früchten wie Himbeeren - womöglich mit gerösteten Kokosflocken - gilt als Powerfrühstück unter Veganern.

          K wie Kale

          Aus Nordamerika als cooles Gemüse rückimportierter Grünkohl. Der wird heute nicht mehr zerkocht mit Wurst serviert wie in Norddeutschland üblich (“Grünkohl mit Pinkel“), sondern in Öl gebraten, zu Chips gebacken oder mariniert mit Spinat kombiniert.

          L wie Limettensaft

          Nicht nur für Cocktails auch sonst in verschiedenen Getränken ein beliebter saurer Kick.

          M wie Matcha

          Matcha ist Grünteepulver aus Japan. Wenige Dutzend Gramm kosten rasch 20 Euro. Zwei Löffelchen in der Schale werden mit etwa 80 Grad warmem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen verquirlt. Für Einsteiger eignet sich auch als eine Art Kakao-Ersatz Matcha Latte oder Shake: mit (Soja-)Milch verrührtes Pulver.

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