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Banknoten : Wo das Bargeld am lautesten lacht

Der Rubel muss nicht rollen, er darf auch knistern - Hauptsache, man hat ihn in der Hand. Bild: dpa

Bargeldloses Zahlen kommt immer mehr in Gebrauch, nicht zuletzt dank des Online-Shoppings. Doch wer nutzt Scheine und Münzen eigentlich am wenigsten? Manche Ergebnisse überraschen.

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          Die Deutschen hängen am Bargeld. Einige befürchten angesichts der Zunahme bargeldloser Zahlungsmethoden, dass es Ihnen künftig ganz weggenommen wird. Andere Nationen haben dazu ein anderes Verhältnis. Der Finanz-Start-Up Penta, der Online-Banking für Unternehmen anbietet, hat für einen Großteil der Staaten dieser Welt zusammen getragen, wie wichtig hier das Bargeld ist, gemessen an seinem Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das unter den (weitgehend) bargeldlosen Staaten dabei Schweden und Norwegen mit nur 1,3 und 1,5 Prozent ganz oben stehen, konnte man erwarten. Doch ein Land übertrumpft die beiden noch, und das ist ausgerechnet: Panama. Nur 1,2 Prozent am Bruttoinlandsprodukt macht die Landeswährung Balboa in Scheinen aus. Vielleicht ist das ein Grund, warum die „Panama Papers“ ausgerechnet in Panama stattfanden.

          Am wenigsten Bargeld ist dagegen vom Pa'anga im Umlauf. Nur 32 Millionen Euro gibt es in Scheinen von der Währung des Südsee-Inselstaates Tonga. Dennoch gehört die Bevölkerung mit einem Anteil von 9,2 Prozent weltweit zum Durchschnitt. Die Quote liegt bei 9,7 Prozent.

          Dass der Grad wirtschaftlicher Entwicklung und die Bargeldmenge nicht zusammen gehören, zeigen die Zahlen recht rasch. Im Euroraum beläuft sich Bargeld auf 10,7 Prozent der Wirtschaftsleistung - mehr also als der Durchschnitt und mehr als auf Tonga. Selbst die Vereinigten Staaten, in denen nichts ohne Kreditkarte zu gehen scheint, sind mit einer Quote von 8,4 Prozent bargeldlastiger als man annehmen möchte – etwa dasselbe Niveau haben Peru und Mauritius.

          Unter den Bargeld-Staaten sticht einer hervor und das erinnert fast schon ans Sprichwörtliche: Wenn sich in Russland etwas bewegt, dann rollt der Rubel. Auf 40 Prozent der Wirtschaftsleistung kommt hier die Bargeldmenge – das ist einsame Spitze. Auf Platz zwei folgt mit 27,5 Prozent Algerien und auf drei das Nachbarland Marokko mit 22,8 Prozent. Viel Bares haben auch die Japaner, die sich mit 21,4 Prozent den vierten Platz ausgerechnet mit Tadschikistan teilen.

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