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Teures Tanken : Benzinpreise auf höchstem Stand des Jahres

Die Spritpreise steigen wieder. Bild: dpa

Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Autofahrer reagieren aber offenbar relativ wenig auf die hohen Preise

          Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Super E10 kostet im Durchschnitt derzeit 1,527 Euro je Liter und damit 3,1 Cent mehr als in der Vorwoche. Das war der elfte wöchentliche Preisanstieg in Folge. Super E5 und Super E10 werden je nach Tageszeit und Tankstelle teils wie im vorigen Herbst wieder für mehr als 1,60 Euro je Liter verkauft. Der Preis für Diesel legte nach einer kleinen Pause in der Vorwoche auch wieder zu, um 1,8 Cent auf 1,316 Euro je Liter. Das berichtet der Autoklub ADAC in seiner wöchentlichen Auswertung der Preise von mehr als 14 000 Tankstellen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach Einschätzung des ADAC ist der anhaltende Anstieg der Verbraucherpreise an der Tankstelle kritisch zu sehen. Denn trotz aller Bewegung auf den Weltmärkten lägen die Notierungen für Rohöl und Dollar heute wieder auf ähnlichem Niveau wie Mitte April. Somit sei Tanken derzeit teuer.

          Autofahrer reagieren offenbar relativ wenig auf die hohen Preise, wie Insider aus dem Ölhandel berichten. Im Tagesverlauf tankten die meisten zwar in den Preistälern. Das gelte aber nur für die Preissprünge im Tagesverlauf, nicht für die längerfristige Entwicklung. Nach den bisherigen Erfahrungen habe der Preis nur bedingt Einfluss auf die vergleichsweise starre Nachfrage, kaum jemand fahre „zum Spaß“. Wissenschaftliche Studien kommen auf eine sogenannte Preiselastizität der Nachfrage nach Kraftstoff von minus 0,4. Das heißt: Bei einer Benzinpreiserhöhung um 10 Prozent sinkt die Kraftstoffnachfrage um 4 Prozent.

          Am günstigsten tanken Autofahrer im Moment in Städten wie Frankfurt abends zwischen 21 und 22 Uhr, kurz vor der Schließung vieler Tankstellen für die Nacht, wie Sascha Wilhelm sagt, der sich an der Frankfurter Goethe-Universität mit Benzinpreisen befasst. In kleineren Orten, in denen die Tankstellen früher schließen, liege dieses tägliche Preistief hingegen im Augenblick kurz vor 20 Uhr.

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