https://www.faz.net/-hbv-9alqn

Deutsche Bahn : Super-Sparpreis wird Normalzustand

  • Aktualisiert am

Der neue ICE4 der Deutschen Bahn bei der Einfahrt in den Frankfurter Bahnhof im Dezember 2017. Bild: Helmut Fricke

Die Deutsche Bahn macht sich attraktiver: Das Aktionsangebot „Super-Sparpreis“ wird zur neuen Preiskategorie. Und Nahverkehr inklusive gibt es bald auch ohne Bahncard.

          1 Min.

          Die Deutsche Bahn will mit neuen Angeboten mehr Kunden gewinnen. Fahrkarten ab 19,90 Euro gibt es ab August dauerhaft und nicht nur in Aktionszeiträumen. Außerdem sollen dann Kunden auch ohne Bahncard mit ihrem Fahrschein Busse und Bahnen am Abfahrts- und Zielort nutzen können, wie am Montag aus Bahnkreisen in Berlin verlautete.

          Die bisherigen Aktionsangebote ab 19,90 Euro pro Fahrt werden demnach als „Super Sparpreis“ zur dritten Preiskategorie. Bislang kann man Fahrkarten regulär nur zum normalen „Flexpreis“ und zum „Sparpreis“ kaufen.

          Der „Super Sparpreis“-Fahrschein liegt darunter, ist aber kontingentiert und kann nicht storniert werden – ein Angebot für Schnäppchenjäger, wie es hieß. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

          City-Ticket auch ohne Bahncard

          Die Bahn verschärfe damit den Wettbewerb um besonders preissensible Kunden, hieß es. Gemeint sind damit etwa Reisende, die sich andernfalls für den Fernbus oder Mitfahrzentralen entscheiden würden.

          Damit Kunden von Tür zu Tür nur noch einen Fahrschein brauchen, gibt es in 126 Städten das sogenannte City Ticket. Es erlaubt Kunden, mit dem Fernverkehrsfahrschein ab 100 Kilometern am Start- und am Zielbahnhof auch in Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen zu steigen.

          Bislang gilt das aber nur, wenn die Reise mit Bahncard gebucht wird. Von August an profitieren alle Kunden. In der Regel ist das zentrale Stadtgebiet durch das City Ticket abgedeckt. Nur im neuen „Super Sparpreis“ ist es nicht enthalten.

          Die Bahn dürfte diese Offensive nicht umsonst starten. Der erfolgreiche Fernbusanbieter Flixbus ist seit März auch im Bahnbetrieb aktiv und setzt die Deutsche Bahn auf lukrativen Strecken unter Druck.

          Weitere Themen

          Bundesfinanzminister Scholz zieht Lehren aus Wirecard

          Strengere Kontrolle : Bundesfinanzminister Scholz zieht Lehren aus Wirecard

          Der Skandal um den Dax-Konzern soll eine EU-weite Aufsicht über Zahlungsdienstleister zur Folge haben. Zudem soll die Börsenaufsicht wie das amerikanische Vorbild SEC schlagkräftiger werden. Die Zentralisierung der Aufsicht zeigt sich auch an anderen Stellen.

          Wie die Finanzbranche Gutes tun will

          Klimaschutz : Wie die Finanzbranche Gutes tun will

          Ein Vermögensverwalter misst die „Temperatur“ seiner Fonds, eine Bank kompensiert den CO2-Ausstoß mit einem Projekt in Uganda. Die Branche hat ehrgeizige Ziele, doch noch muss sie ihre Kunden überzeugen. Der Druck, nachhaltiger zu werden, nimmt zu.

          Topmeldungen

          Brasilianischer Präsident : Bolsonaro ist an Covid-19 erkrankt

          Seine Infektion bestätigte der Präsident am Dienstag – und beteuerte, es gehe ihm gut. Die Maskenpflicht hatte er nicht nur oft missachtet, er hatte sie energisch bekämpft. Nun wird er mit Häme überschüttet.
          Die Welt wird enger, aber wir können etwas dagegen tun.

          Polarisierung in Debatten : Wir Gesinnungsgenossen

          In diesen Monaten zeigt sich die Herrschaft des Framings noch deutlicher also sonst – besonders bei Twitter. Ein Plädoyer für mehr Offenheit gegenüber dem, was uns zwar nicht gefällt, aber noch lange nicht extrem ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.