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Studie : Bargeld wird weltweit wichtiger

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Und es lacht weiter... Bild: dpa

Bitcoin, E-Payment, Plastikgeld sind im Trend. Doch Bargeld werden sie so schnell nicht ersetzen. Im Gegenteil nimmt der Bargeldumlauf weltweit sogar weiter zu.

          Allem Gerede über digitales Bezahlen zum Trotz ist Bargeld immer noch wichtig. Tatsächlich könnte es sogar sein, dass es wichtiger wird. Laut einer globalen Bargeldstudie des weltgrößten Sicherheitsunternehmens G4S nehmen Barzahlungen und der Bargeldumlauf nämlich zu.

          Der „World Cash Report“, der heute in Dublin vorgestellt wird, erstreckt sich auf 47 Länder, die 75 Prozent der Weltbevölkerung und über 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts abdeckten. Demnach ist der Bargeldumlauf im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt auf allen Kontinenten auf 9,6 Prozent von 8,1 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Am wichtigsten sei Bargeld in Südamerika, wo der Umlauf 16 Prozent der Wirtschaftsleistung betrage.

          Online-Käufe werden in Asien meist bar bezahlt

          Wie bar gezahlt wird, sei indes höchst unterschiedlich. In Europa etwa würden immer noch 79 Prozent aller Vor-Ort-Käufe bar abgewickelt, insgesamt erfolgten 60 Prozent aller Transaktionen bar.

          In Nordamerika dagegen wird nur noch weniger als jedes dritte Mal vor Ort bar bezahlt. Für Beträge unter 25 Dollar werde aber immer noch überwiegend Bargeld verwendet. Auch sei das Volumen der Abhebungen an Geldautomaten zuletzt nicht weiter gesunken. Weltweit stieg es 2015 um 4,6 Prozent, neuer Zahlen liegen nicht in ausreichendem Maße vor.

          Und auch wenn in Asien Online-Käufen rapide zunähmen, sei Bargeld dadurch nicht außen vor: In einer Reihe von Ländern würden mehr als drei Viertel der Online-Käufe per Nachnahme bezahlt.

          „Die Menschen vertrauen auf Bargeld; es ist kostenlos zu verwenden und für die Verbraucher jederzeit verfügbar, es ist vertraulich, es kann nicht gehackt werden und sein Akku wird auch nicht alle. Diese Eigenschaften sind für Menschen auf allen Kontinenten weiter von großem Wert“, meint Jesus Rosano, Leiter der Global Cash Division von G4S.

          Der Akku von Bargeld ist nie alle

          Bargeld sei für Verbraucher und immer noch auch für viele Unternehmen die kosteneffizienteste Zahlungsmethode. Unternehmen, die kein Bargeld mehr verwendeten, schlössen einen wesentlichen Teil der Gesellschaft aus und riskierten, Kunden zu verlieren. Ein Drittel der Weltbevölkerung habe keinen Zugang zu einem Bankkonto.

          Die Einführung einer Barzahlungsoption habe Unternehmen sogar zu Wachstum verholfen, heißt es von G4S. Als Beispiel wird Uber genannt. Eigentlich sei das Unternehmen der größte Anlaufpunkt für elektronische Zahlungen. Nachdem es möglich geworden sei, in Asien, Afrika und Südamerika bar zu zahlen, seien die Umsätze exponentiell gewachsen.

          Bei Bargeld lacht den Deutschen das Herz - aber nicht nur denen.. Bilderstrecke

          Ein weiterer Vorteile von Barzahlungen sei, dass keine Dritten beteiligt seien. Es sei zudem nicht von elektronischer Infrastruktur abhängig und könne nicht ausfallen, auch persönliche Informationen müssten nicht weitergegeben werden.

          Nur in zwei Ländern seien Barzahlungen deutlich weniger geworden. In Südkorea habe die Regierung ein Projekt zur Reduktion des Münzumlaufs begonnen, und auch in Schweden hätten elektronische Zahlungen enorm zugenommen. In den beiden Ländern ist der Bargeldumlauf auf 16 bzw. 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesunken.

          Die ersten gesicherten Münzen wurden ab etwa 650 v. Chr. von den Lydern herausgegeben, unter anderem vom legendären König Krösus. Dessen Ruf unermesslichen Reichtums soll auf die Münzprägungen zurückgehen. Papiergeld wurde erstmals in China im 11. Jahrhundert herausgegeben und diente auch da schon der Kriegsfinanzierung. Da auch chinesische Kaiser der Verlockung nicht widerstehen konnten, mehr Noten zu drucken als gut war und die Inflation anheizten, wurde das Papiergeld um 1402 wieder abgeschafft.

          Die ersten europäischen Banknoten wurden 1661 erfolglos von der Stockholmer Banco, einer Vorgängerin der Bank von Schweden, ausgegeben. Zuvor hatte es 1483 die spanische Festung Alhama während der Belagerung durch die Mauren sogenannte Belagerungsscheine herausgegeben. Erst im Verlauf des 18., vor allem aber des 19. Jahrhunderts setzten sich Banknoten als Zahlungsmittel durch.

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