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Gute Nachricht für Verbraucher : Strompreis sinkt erstmals seit 15 Jahren

  • -Aktualisiert am

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wird Strom nicht teurer. Bild: dpa

Strom wird für Verbraucher etwas günstiger. Niedrigere Einkaufspreise im Großhandel und die leicht gesunkenen Umlagen und Abgaben auf die Stromkosten lassen den Preis leicht fallen.

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          Deutsche Stromkunden machen in diesen Monaten eine neue Erfahrung: Der Strompreis sinkt für Haushaltskunden leicht; er steigt nicht mehr – wie in den vergangenen 15 Jahren. Das berichtet der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Als Grund nennt er die niedrigeren Einkaufspreise im Großhandel und die leicht gesunkenen Umlagen und Abgaben auf die Stromkosten. Ein Haushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahle etwa 84 Euro im Monat für Strom. Im Vorjahr seien es 85 Euro gewesen. Der Anteil der vom Staat verursachten Kosten (Ökostrom-Umlagen, Konzessionsabgaben, Steuern) mache mit 44 Euro oder 52 Prozent weiterhin mehr als die Hälfte aus. Das belegten erste Berechnungen. Alles in allem sei der Strompreis für Haushalte im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich ein Prozent gesunken.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

          Derzeit finanziere ein durchschnittlicher Haushalt jeden Monat die Förderung regenerativer Energien über seine Stromrechnung mit 18 Euro; das sei ein Fünftel der Monatsrechnung. Die Versorger selbst könnten nur noch ein Viertel der Kosten für Beschaffung und Vertrieb selbst beeinflussen. Daneben spielten die von Bundes- oder Landesbehörden zu genehmigenden Kosten für den Netzbetrieb mit einem Anteil von 23 Prozent eine fast ebenso wichtige Rolle.

          Sie variierten je nach Region zum Teil stark. So sind sie in den neuen Bundesländern besonders hoch, obwohl dort eher wenig Strom verbraucht wird. Allerdings ist dort das Netz vergleichsweise neu und muss abgeschrieben werden, zum andern muss es wegen der weiter wachsenden Windstromerzeugung immer weiter ausgebaut werden. Die Kosten dafür werden aber nicht bundesweit umgelegt, sondern müssen von den Verbrauchern in der jeweiligen Region getragen werden. Ostdeutsche Politiker beklagen dadurch schon lange gravierende Nachteile für Betriebe und Haushalte.

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