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Tipps für sicheren Versand : Schluss mit dem Paket-Ärger!

Generell gilt: Beschädigte Pakete, die Löcher haben, nach kaputtem Glas klingen oder aus denen Flüssigkeit austritt, sollten schon bei der Annahme verweigert werden. Alternativ kann das Paket im Beisein des Zustellers geöffnet werden, um den Schaden zu dokumentieren. Wird der Empfang eines Paketes jedoch erst einmal mit der Unterschrift bestätigt, ist der Kunde im Streitfall in der Beweispflicht. Er muss dann belegen, dass die Beschädigung durch den Absender oder den Zustelldienst entstanden ist und nicht etwa durch den Empfänger. Da diese Beweisführung in der Praxis kaum möglich ist, verliert der Kunde sein Recht auf eine Entschädigung.

Was aber tun, wenn die bestellte Ware nicht gefällt und man sie zurückschicken muss? Oder wenn man gar unabhängig davon einmal ein Paket verschicken will? Bei manchen Sendungen bietet sich eine Versicherung an. Diese ist bei allen Anbietern bis zu einem bestimmten Paketwert im Porto inbegriffen. DHL und Hermes haften bei Verlust oder Beschädigung ohne Aufpreis für jedes Paket bis zu einem Wert von 500 Euro. DHL bietet zudem eine Transportversicherung für wertvollere Sendungen an. Für 6Euro sind Pakete bis 2500 Euro versichert, 18 Euro kostet die Versicherung für Pakete im Wert von bis zu 25.000 Euro. GLS verweist bei einem Schaden zunächst an den Versender, der für die Verpackung verantwortlich sei.

Sturz aus einem Meter Höhe

Damit es erst gar nicht zu kaputten Sendungen kommt, sollte jede Sendung sicher verpackt werden. Alle Zustelldienste weisen darauf hin, dass jedes Päckchen oder Paket im Zweifel auch einen Sturz aus einem Meter Höhe unbeschadet überstehen muss. Liest man sich einige Beschwerden in den Portalen durch, sind viele Pakete auch schon tiefer gefallen. Ausreichend Polsterung und eine möglichst kleine Verpackung, in der die Paketinhalte nicht herumrutschen, sind daher Pflicht. Außerdem ist es in den meisten Fällen empfehlenswert, empfindliche Produkte in der Originalverpackung und einer weiteren Verpackung zurückzuschicken. Das gilt für elektronische Geräte jeder Größe genauso wie etwa für Geschirr. Denn solche Produkte wie beispielsweise Fernseher werden von den Herstellern auf Paletten transportiert und halten den Einzelversand als normales Paket nicht unbedingt aus.

Zudem gilt: Bei der Verpackung klare Kante zeigen! Denn die großen Paketzentren arbeiten heutzutage alle mit einer automatisierten Sortierung. Über große Fließbänder laufen die Pakete durch die Hallen, werden nach Zustellbezirken, Größe und Gewicht sortiert und gescannt. Ein eckiges Paket können die Sensoren besser erkennen und bearbeiten. In einfache Plastiktüten eingepackte, weiche Produkte wie Kleidungsstücke kommen da eher unter die Räder. Abgesehen davon bietet eine Kartonverpackung mehr Schutz.

Auch die Lieferzeiten unterscheiden sich. DHL und Hermes weisen als Regellieferzeiten ein bis zwei Werktage aus. Bei GLS sollte ein Paket innerhalb von 24 Stunden beim Empfänger ankommen. Allerdings ist auf diese Angaben nur bedingt Verlass. Je nach Größe, Transportweg und Verkehrsbehinderungen kann die Zustellung bei allen Anbietern wesentlich länger dauern. Ganz besonders in Hochzeiten, also um den Black Friday im November, an Weihnachten und Ostern herum gilt es, ausreichend Zeitpuffer einzuplanen.

Bei den Versandkosten sind die Unterschiede zwischen den Dienstleistern besonders deutlich: Mit DHL (maximal 31,5 kg) verschickt man große Pakete günstiger als bei Hermes (bis 25 kg). Hermes verlangt für die größten Pakete fast doppelt so viel wie DHL. GLS verschickt Einzelpakete (sogar bis 40 kg) zu durchschnittlichen Preisen. Bei Hermes sind dafür kleinere Pakete günstiger als bei DHL. Päckchen, die groß und leicht sind, sind bei DHL billiger, weil sie dort nach Gewicht berechnet werden. Bei Hermes und GLS zählt hingegen die Größe.

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