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Schadenersatz, Getränke, Hotel : Welche Rechte Passagiere bei überbuchten Flügen haben

  • Aktualisiert am

Wer von einem überbuchten Flug zurücktreten muss, bekommt eine Schadenersatzpauschale. Bild: dpa

Ein Passagier wurde gewaltsam aus einem United-Airlines-Flug gezerrt, weil die Maschine überbucht war. Welche Rechte haben Fluggäste in einem solchen Fall?

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          Bei überbuchten Flügen sind hierzulande die Rechte von Flugreisenden durch eine EU-Verordnung geregelt. Diese greift, wenn Reisende von einem Flughafen innerhalb der EU abfliegen oder mit einer europäischen Airline in ein EU-Land reisen. Wenn eine Fluggesellschaft absehen kann, dass sie nicht alle Kunden befördern kann, muss sie zunächst nach Freiwilligen suchen, die vom Flug zurücktreten.

          Airlines bieten dafür in der Regel attraktive Gegenleistungen, Fluggäste können aber auch selbst über diese verhandeln. Findet die Fluggesellschaft dennoch nicht genügend Freiwillige, kann sie sich entscheiden, bestimmte Reisende nicht zu befördern. Diese haben dann nicht nur Anspruch auf eine Erstattung des Ticketpreises oder einen Ersatzflug, sondern auch auf eine Schadenersatzpauschale, je nach Flugdistanz zwischen 250 und 600 Euro.

          Außerdem müssen die Fluggesellschaften den Reisenden bei langen Wartezeiten Erfrischungen, Mahlzeiten und Kommunikationsmöglichkeiten bieten sowie gegebenenfalls für Übernachtungen aufkommen. Diese Rechte gelten aber nur für Kunden, die rechtzeitig und mit gültigem Ticket am Schalter sind.

          Dass Reisende wie im Fall eines United-Airlines-Passagiers erst nach dem Boarding zum Rücktritt vom Flug aufgefordert werden, sei äußerst selten, sagte Heinz Klewe von der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP), über die Reisende in Streitfällen ihre Rechte geltend machen können. Ein Polizist des Flughafens Chicago hatte den United-Airlines-Passagier am Sonntag (Ortszeit) aus einem überbuchten Flugzeug geschleift, weil dieser nicht hatte aussteigen wollen.

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