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Scalapay : Ratenkauf ohne Zinsen

Soll noch mehr in die Einkaufstüte? Scalapay macht’s möglich. Bild: Hannah Aders

Gute Nachricht fürs Shoppen auf Pump: Scalapay, das zinslose Konsumkredite anbietet, startet in Deutschland.

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          Das Konzept „Buy Now Pay Later“ – also kaufe jetzt und zahle später – lockt mit der Möglichkeit, möglichst flexibel zu zahlen. Mit dem Bezahlmodell ist das schwedische Unternehmen Klarna zu einem der wertvollsten Finanz-Start-ups in Europa aufgestiegen. In den deutschen Markt für den Ratenkauf tritt nun auch Scalapay ein, wie die F.A.Z. vorab erfahren hat. Das Unternehmen war zuvor im Heimatmarkt Italien und in Frankreich gestartet.

          Antonia Mannweiler
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Kunden können ihre Rechnung über Scalapay nur in drei Raten zahlen, wobei die erste direkt beim Kauf fällig wird. Für diese zahlen Nutzer aber keine Zinsen. Es handele sich nicht um einen klassischen Verbraucherkredit, sagt Matthias Trusheim, Deutschland-Chef von Scalapay. Das Unternehmen sei keine Bank. So gebe es auch keine Bonitätsprüfung. Stattdessen laufe im Hintergrund ein Algorithmus, der die Kunden bezüglich ihrer Kaufkraft analysiere. Kommen die Nutzer in Zahlungsverzug, müssen sie eine Bearbeitungsgebühr – sie wird nicht als Mahngebühr bezeichnet – von 1,60 Euro zahlen. Das solle aber erst folgen, wenn eine Kontaktaufnahme gescheitert sei.

          Wie Scalapay ohne Zinsen Geld verdienen will? „Mit den Händlern“, antwortet Trusheim. Derzeit bestehen Kooperationen mit rund 1000 Händlern. Dass den Kunden nicht noch mehr zeitliche Flexibilität geboten werde, ihre Rechnung etwa in mehr Raten über einen längeren Zeitraum zu begleichen, begründet Trusheim damit, dass der Einkauf möglichst einfach bleiben solle. Die Ratenzahlung ist theoretisch schon ab einem Betrag von einem Euro möglich.

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