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Hoffnung für Dieselfahrer : Preise für manche Diesel steigen wieder

Diesel unter oder über Euro 5, das ist die Frage, die beim Preis entscheidend ist. Bild: dpa

Wie sehr verlieren Dieselautos nach dem Urteil zu Fahrverboten an Wert? Eine aktuelle Auswertung macht zumindest den Besitzern bestimmter Modelle Hoffnung.

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          Erst sorgte der Abgasskandal bei Dieselfahrern für Ärger. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das Diesel-Fahrverbote für bessere Luft in Städten für grundsätzlich zulässig hält, kommt bei ihnen noch die Angst hinzu. Sie fürchten, für ihren gebrauchten Diesel bald nichts mehr zu bekommen, wenn sie ihn verkaufen wollen. Doch dieser Pessimismus könnte unbegründet sein – zumindest wenn sie ein neues Modell fahren. Das ist das Ergebnis einer Auswertung, die das dänische Gebrauchtwagenportal „Autouncle“ vorgenommen hat.

          Anne-Christin Sievers

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Das Start-up führt auf seiner Plattform insgesamt 1.333.577 Gebrauchtwagen von 915 Internetseiten auf und bietet sie zum Verkauf an. Diese umfangreiche Datenbank hat das Unternehmen daraufhin ausgewertet, wie sich die Preise von alten und neuen Dieselautos in den vergangenen 16 Wochen entwickelt haben.

          Laut der Analyse haben zwar gebrauchte Dieselfahrzeuge mit der Abgas-Norm Euro 1 bis 5 seit Ende Dezember tatsächlich im Durchschnitt 10 Prozent ihres Wertes verloren. Lag der Durchschnittspreis in der Kalenderwoche 52 im vergangenen Jahr noch bei 16.079 Euro, der höchste Stand im Beobachtungszeitraum, so ging es in den folgenden Monaten kontinuierlich bergab. Bis Mitte März (KW 11) sank ihr Wert auf nur noch 14.320 Euro.

          Anders sieht es aber bei neueren Euro-6-Dieseln aus, die vermutlich nicht von Fahrverboten betroffen sein werden. Der Wert dieser Modelle fiel zwar in den ersten Wochen des Jahres leicht von 32.250 Euro auf 31.391 Euro. Von Februar an stieg er allerdings wieder an und verharrt seitdem mit leichtem Auf und Ab auf stabilem Niveau.

          In der Woche nach dem Bundesverwaltungsgerichts-Urteil am 27. Februar ermittelte das Portal einen Preisanstieg von 32.664 Euro (KW 9) auf 33.231 Euro (KW 10). In der vergangenen Woche lag der Durchschnittspreis etwas darunter bei noch 32.232 Euro. So legte der Preis über den gesamten Zeitraum sogar um 0,7 Prozent zu. Ob es sich dabei um einen saisonalen Effekt handelt oder sich doch langfristige, strukturelle Preisveränderungen bei modernen Dieselautos einstellen werden, bleibt abzuwarten.

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