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Deutsche Post : Keine Paketkästen für Privathaushalte

  • Aktualisiert am

Landet doch nicht im eigenen Briefkasten Bild: ddp

Wer einen Paketbriefkasten in seinen Garten stellen wollte, hat Pech. Es wird sie nicht geben. Die Nachfrage war zu gering, sagt die Post. Dafür wandelt der Konzern auf Wunsch jetzt Briefe in E-Mails.

          Die Deutsche Post hat ihr geplantes Angebot von Paketkästen für einzelne Häuser auf Eis gelegt. „Der Bedarf war deutlich geringer, als wir das erwartet haben“, begründete Post-Chef Frank Appel den Schritt gegenüber dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Jetzt müssen wir uns etwas Neues überlegen.“ Die bundesweit 3500 Packstationen sollen dagegen systematisch ausgebaut werden. „Die Frage ist nur, wie schnell man geeignete Orte findet.“

          Zu neuen Technologien in der Paketzustellung beispielsweise durch Drohnen sagte Appel: „Selbst in 20 oder 30 Jahren werden wir noch Menschen als Paketzusteller haben.“ Zuletzt waren Begleit- und Zustellroboter unter dem Namen Postbot getestet worden. „Das funktioniert technisch gut, aber die Geräte sind heute noch zu teuer“, betonte Appel.

          Indes sucht die Post weiter nach Wegen, ihr Angebot zu modernisieren. So teste sie jetzt eine neue Dienstleistung: Kunden können ihre Briefe scannen und per E-Mail verschicken lassen. Der „E-Postscan“ genannte Service soll monatlich 5 Euro kosten.

          Dafür muss der Kunde den Konzern vom Postgeheimnis befreien. Die Scans werden nur so lang gespeichert, bis mögliche Reklamationen bearbeitet wurden.

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