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Pflicht zum Bon : Digitaler Kassenbeleg als Alternative

Belegt: 2 Euro bitte! Bild: dpa

Mit dem Jahresbeginn 2020 müssen Kunden nach dem Einkauf an der Kasse einen Zettel bekommen. Viele Deutsche wollen ihn nur manchmal. Deshalb gibt es auch eine andere Lösung.

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          An der Kasse im Supermarkt und in anderen Geschäften vor Ort scheiden sich oft die Geister. Manche Kunden wollen ihren Kassenzettel unbedingt und fragen sogar danach, andere winken von vornherein ab oder werfen ihn kurzerhand weg. Von Januar an ändert sich die Sachlage: Zumindest für den Einzelhandel wird der Bon dann zur Pflicht. Um die Umwelt zu schonen oder zu sparen wäre eine Digitalisierung des Einkaufbelegs denkbar. Doch was sagen Verbraucher dazu?

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Mehrheit der Bundesbürger würde in vielen Fällen das Zusenden des Bons per E-Mail oder Nachrichtendienst statt eines ausgedruckten Belegs bevorzugen. Dies jedenfalls ergibt eine für Deutsche im Alter von 18 Jahren an repräsentative Umfrage des Marktforschers Yougov.

          Frauen greifen eher zum Bon als Männer

          Mit der Zahlungsmethode variiert demnach aber die Bereitschaft, auf den gedruckten Beleg zu verzichten. Dieser Idee besonders zugänglich sind Kunden, die unter anderem per Mobile Payment (Smartphone) bezahlen. Hier sind es drei Viertel der Befragten, die den elektronischen Kassenbon nehmen würden. Von den Kreditkarten-Zahlern sagen dies zwei Drittel und die Hälfte der Giro-Karten-Zahler, aber nur 45 Prozent der Barzahler.

          Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, den Bon immer einzustecken. Ein Drittel tut dies manchmal. Dabei legen Frauen eher Wert auf den Kassenzettel als Männer. Und Ältere greifen häufiger dazu als Jüngere. Von den Befragten im Alter von 50 Jahren an geben gut drei von fünf Befragten an, den Bon immer zu nehmen, unter den 18- bis 24-Jährigen sagt dies einer von fünf.

          Jene, die den Kassenbon manchmal oder selten mitnehmen, würden dies vor allem tun, wenn es um Produkte mit Garantie geht (91 Prozent) oder ein Umtausch denkbar ist (85). Auch Einkäufe mit hohen Beträgen (79) oder Besorgungen für Dritte (88) werden als Gründe genannt.

          Wenn die Pflicht zum Aushändigen eines Kassenbons gilt, werden viele Zettel wohl liegen bleiben. Im Durchschnitt mehr als die Hälfte der Deutschen, die den Beleg eher manchmal oder selten mitnehmen, würden ihn auch dann liegen lassen.

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