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Packstation und weniger Retour : Wie Verbraucher nachhaltiger im Internet einkaufen können

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Wer an die Packstation liefern lässt, vermeidet unnötige Fahrten der Paketzusteller. Bild: AP

Der Internethandel wächst, die Zahl der Paketsendungen steigt stark an. Das sorgt für Berge an Verpackungsmüll und Abgaswolken des Lieferverkehrs. Worauf Verbraucher beim Online-Shopping achten sollten, wenn ihnen die Umwelt am Herzen liegt.

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          Retouren vermeiden

          Viele Online-Händler werben mit kostenlosem Rückversand. Wer sich allerdings drei Paar Schuhe bestellt und dann nur eins behält und den Rest zurückschickt, handelt nicht umweltbewusst. Das sei ein „ganz zentrales Problem“ beim Versandhandel, sagt Christine Wenzl vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Verbraucher sollten sich generell vorher überlegen, was sie wirklich brauchen.

          Kurze Transportwege

          Verbraucher sollten darauf achten, von wo ihre Produkte verschickt werden. Oft gibt es das Gekaufte nämlich auch bei einem Händler in der Nähe. Sie können auch direkt beim Hersteller bestellen, dann müssen die Produkte nicht erst ins Lager eines Zwischenhändlers transportiert werden.

          Packstation und Paketshop

          Wenzl rät Verbrauchern, lieber an eine Packstation oder einen Paketshop in der Nähe als bis zur Haustür liefern zu lassen. „Die Paketfirmen können dann effizienter arbeiten“, sagt sie. „Sie können viele Pakete auf einmal abliefern und müssen Haushalte nicht mehrfach anfahren, wenn niemand zuhause ist“. Auch die gesamte Nachbarschaft profitiere, wenn nicht mehr überall Paketautos in der zweiten Reihe parken.

          In Großpackungen einkaufen

          Wer Verbrauchsgüter wie Kosmetik oder Druckerpatronen über das Internet bestellt, sollte möglichst zu großen Packungen greifen. Das reduziert die benötigte Verpackungsmenge und die Zahl der Pakete. Sinnvoll ist es auch, mehrere Bestellungen beim gleichen Händler in einer Sendung zu verschicken, wie es einige Online-Händler anbieten. Und einige Unternehmen bieten auch klimaneutrale Versandtarife an.

          Ökologische Alternativen

          Im Internet gibt es viele Händler, die sich auf ökologische Produkte spezialisiert haben. Einige verkaufen Textilien aus nachhaltiger Herstellung, andere plastikfreie Produkte - Deos aus der Papiertube etwa oder Trinkflaschen aus Recyclingglas. Es gibt Händler, die statt Kartons ihre Produkte in Mehrwegboxen verschicken, und Lebensmittel lassen sich in der Großstadt mittlerweile auch per Fahrradkurier in Pfandgläsern liefern. Das Ganze kostet natürlich etwas mehr.

          Vor Ort einkaufen

          „Ich selber versuche, so wenig wie möglich im Netz zu kaufen“, sagt Wenzl. Stattdessen vertraut sie auf die Händler vor Ort - das spart Versandkosten, schont die Umwelt und hat noch weitere Vorteile: „Dort kann ich die Produkte direkt ausprobieren und werde fachkundig beraten“, sagt Wenzl. „Und es wäre schade, wenn der Online-Handel die kleinen Händler im Viertel aussterben lässt“.

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