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OLG-Urteil : Apotheke darf Bachblüten nicht als gesundheitsfördernd bewerben

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Bachblüten dürfen laut Gericht nur als förderlich für das allgemeine Wohlbefinden beworben werden, nicht für das gesundheitliche Wohlbefinden. Bild: AP

Bei Heilpraktikern und in der alternativen Hausapotheke erfreuen sich Bachblüten großer Beliebtheit. Eine Online-Apotheke warb mit ihren gesundheitsfördernden Wirkungen. Das darf sie nicht, urteilte das Oberlandesgericht Hamm.

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          Bach-Blütenprodukte dürfen laut einem aktuellen Urteil in der Werbung nicht als gesundheitsfördernd angepriesen werden. Allgemeine gesundheitsbezogene Aussagen seien nur zulässig, wenn sie durch anerkannte wissenschaftliche Nachweise abgesichert seien, urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm am Dienstag (Az: 4 U 138/13).

          Ohne solche Nachweise darf demnach in der Werbung nicht behauptet werden, dass die Produkte bei Angstsituationen vor Flügen, Prüfungen oder einem Zahnarzttermin helfen. Die Werbung verstößt nach Auffassung des Gerichts gegen die EU-Verordnung über Gesundheitsaussagen.

          In dem konkreten Fall hatte ein in Berlin ansässiger Wettbewerbsverband gegen eine Versandapotheke in Rheda-Wiedenbrück geklagt, die unter anderem Bach-Blütenprodukte vertreibt. In der Reklame wird behauptet, dass die Mischungen aus Bach-Blütenessenzen in aufwühlenden Situationen helfen könnten, emotionalen Herausforderungen zu begegnen.

          Bei den Werbeaussagen gehe es nicht nur um das allgemeine Wohlbefinden, sondern um das gesundheitliche Wohlbefinden, urteilte das Gericht. Das OLG bestätigte damit die vorangegangene Entscheidung des Landgerichts Bielefeld.

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