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Spritpreise aber weiter hoch : Ölpreis fällt auf 12-Monats-Tief

  • Aktualisiert am

Der Ölpreis sinkt weiter. Bild: dpa

Die Talfahrt des Ölpreises geht weiter, doch an den Tankstellen in Deutschland merken Autofahrer nichts davon.

          Die Talfahrt des Ölpreises geht weiter: Die Sorte Brent aus der Nordsee kostete am Freitag mit 61,52 Dollar pro Fass (159 Liter) 1,7 Prozent weniger als am Vortag und war damit so billig wie noch nie in diesem Jahr.

          „Am Markt herrscht derzeit ein Überangebot“, schrieben die Analysten der Investmentbank Jefferies. Daher sei die Talsohle noch nicht erreicht. Daten des Anbieters Refinitiv zufolge übertrifft seit Anfang Oktober das Angebot die Nachfrage. In diesem Zeitraum sank der Ölpreis um knapp ein Drittel.

          Grund hierfür sind Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltkonjunktur, unter anderem wegen des Zollstreits zwischen den Vereinigten Staaten und China. Gleichzeitig steigen die Fördermengen in Amerika von einem Rekordhoch zum nächsten. Experten zufolge wird die Produktion dort 2019 erstmals die Marke von zwölf Millionen Barrel pro Tag überschreiten. Vor diesem Hintergrund appelliert Saudi-Arabien an seine Opec-Partner, die Förderung zu drosseln. Das Exportkartell trifft sich am 6. Dezember zu Beratungen.

          Im Spritpreis spiegelt sich der Preisverfall der vergangenen Wochen nicht wider: Vergleichsportalen zufolge kostet Benzin seit Monaten durchschnittlich etwa 1,50 Euro. Ein Grund hierfür sind Versorgungsengpässe durch den trockenen Sommer und das Niedrigwasser im Rhein. Da Lastkähne teilweise nicht mehr in die Häfen einlaufen könnten, mussten Raffinerien entlang des Flusses ihre Produktion bereits zurückfahren.

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