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Carsharing, Lärmschutz, Sauger : Was sich von September an alles ändert

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Kunden müssen sich in Zukunft auf geringere Wattzahlen bei Staubsaugern einstellen. Die Leistung soll das nicht beeinflussen. Bild: dpa

Zum ersten dieses Monats treten einige Neuregelungen in Kraft. Die Bundesregierung fördert Carsharing mit einem neuen Gesetz, der Handel darf nur noch Staubsauger unter 900 Watt verkaufen und auf Sportanlagen kann es künftig abends lauter werden.

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          Carsharing

          Mit dem Gesetz wird nach Angaben der Bundesregierung die Grundlage geschaffen, dass die Länder für Carsharing-Fahrzeuge auf Parkgebühren verzichten und spezielle Carsharing-Stellflächen vorhalten können. Anfang 2017 waren den Angaben zufolge insgesamt 1,715 Millionen Carsharing-Kunden registriert, die sich 17.200 Fahrzeuge teilten. Statistisch benutzten damit etwa 99 Fahrberechtigte gemeinsam ein Fahrzeug. Seinerzeit gab es in 597 deutschen Städten und Gemeinden Carsharing-Angebote.

          Staubsauger

          Die Anforderungen an die Energieeffizienz von Staubsaugern werden zum 1. September 2017 erhöht. Dann dürfen nach Angaben der Bundesregierung nur noch Geräte mit einer Leistung von weniger als 900 Watt in den Handel gelangen. Darüber hinaus dürften neue Staubsauger nicht lauter als 80 Dezibel sein. Sorgen von Verbrauchern, dass Neugeräte angesichts einer geringeren Leistung künftig eine schlechtere Saugleistung hätten, sind nach Darstellung der Bundesregierung unbegründet. Denn die Formel „Je mehr Watt, desto besser“ sei heutzutage nicht mehr zutreffend.

          Lärmschutz/Sportanlagen

          Um Sportanlagen auch abends und an Sonn- und Feiertagen besser nutzen zu können, erlaubt die neue Verordnung nach Angaben der Bundesregierung dasselbe Lärmschutzniveau wie an Werktagen. Zudem könnten Kommunen künftig auch in Gewerbegebieten oder in stark verdichteten städtischen Gebieten neue Wohnungen bauen. Das Gesetz regele ferner den Umgang mit Ferienwohnungen in Wohnvierteln. Gemeinden könnten einen Genehmigungsvorbehalt gegen den Neubau oder die Nutzung von Wohnraum als „Ferienwohnung“ aussprechen. So sollen „Rollladen-Siedlungen“ vermieden werden. Die Änderung tritt am 9. September in Kraft.

          Neue Emissionstestverfahren für Neuwagen

          Bei der Zulassung von Neuwagen gelten in der EU ab 1. September neue Regeln für die Testzyklen, mit denen etwa C02-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch für neu auf den Markt kommende Modellreihen ermittelt werden. Bei den Labormessverfahren wird der sogenannte Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ) dann durch den international abgestimmten sogenannten Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure-Zyklus (WLTP) ersetzt. Er soll realistischere Werte liefern, indem er repräsentatives Fahrverhalten besser simuliert. Darüber hinaus wird ab 1. September zudem mit der schrittweisen Einführung von Real Driving Emissions-Tests (RDE) als weiterer Bestandteil der Zulassungstests begonnen. Dabei wird mit mobilen Messgeräten während der Fahrt auf ganz normalen Straßen der Schadstoffausstoß gemessen. Verpflichtend sind sie zunächst aber nur zur Messung des realen Stickoxidausstosses bei Dieselautos. Für die bereits im Verkehr befindlichen Autos ändert sich damit zunächst nichts. Die Regelungen greifen nur bei der sogenannten Typprüfung im Rahmen des behördlichen Zulassungsverfahrens für neue Fahrzeugmodelle, die die Hersteller auf den Markt bringen.

          Tierschutz

          Vom 1. September an ist das Schlachten hochträchtiger Säugetiere verboten. Nach dem neuen Gesetz ist „die Abgabe von Tieren im letzten Drittel der Trächtigkeit zum Zweck der Schlachtung“ untersagt. Ausgenommen sind nach Angaben der Bundesregierung zunächst Ziegen und Schafe. Pelztiere dürften zudem nur noch mit behördlicher Erlaubnis gehalten und gezüchtet werden.

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