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Neue EU-Richtlinien : Zweifelhafte Rechte für Urlauber

Costa del Sol gefällig? Auch nach Spanien, ihrem Lieblings-Urlaubsland, brechen deutsche Touristen demnächst nach neuen Regeln auf. Bild: ddp Images

Wer von heute an einen Urlaub bucht, bekommt gleich einen Schriftsatz ausgehändigt. Bringt das dem Verbraucher wirklich mehr Rechte?

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          Am liebsten nach Spanien – das gilt weiter für Auslandsreisen deutscher Urlauber. Doch von Sonntag an brechen sie unter neuen Regeln nach Mallorca und Teneriffa auf. Zum 1. Juli tritt die deutsche Umsetzung der neuen EU-Pauschalreiserichtlinie in Kraft. Acht Jahre wurde daran gearbeitet. Mit dem Ergebnis scheint niemand zufrieden. „Ob der Gesetzgeber sich und den Kunden damit einen Gefallen getan hat, da bin ich mir nicht sicher“, sagt Ralph Schiller, Geschäftsführer des Reiseveranstalters FTI.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dabei klingen die neuen Regeln zunächst gut für Urlauber: Bislang war nur für klassische Pauschalreisen – Leistungsbündel mit Flug und Hotel – ein Sicherungsschein vorgeschrieben, der Kunden garantiert, dass sie auch nach einer Insolvenz ihres Reiseveranstalters reisen oder ihr Geld komplett zurückbekommen können. Künftig gibt es diesen Schutz auch für andere Buchungen, die mehrere Einzelteile umfassen, die heißen dann „verbundene Reiseleistungen“. Gerät der Urlaub zum Desaster, können Reisemängel fortan zwei Jahre lang gerügt und Geld zurückgefordert werden. Bislang blieb Urlaubern nur ein Monat Zeit.

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