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Trotz Konjunktursorgen : Deutsche wollen für Weihnachten im Schnitt 437 Euro ausgeben

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Noch scheint Weihnachten fern, aber bald geht die Suche nach Geschenken wieder los. Bild: dpa

Das Weihnachtsfest lassen sich die Deutschen auch von Sorgen um die Konjunktur nicht vermiesen. Trotzdem liegt ihr Budget mit 437 Euro etwas geringer als im vergangenen Jahr.

          Trotz sich eintrübender Konjunkturaussichten wollen die Deutschen einer Umfrage zufolge für das bevorstehende Weihnachtsfest ähnlich viel ausgeben wie im vergangenen Jahr. Das Gesamtbudget für Geschenke, Essen und andere Aktivitäten wie Restaurantbesuche liege bei 437 Euro, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma Deloitte. Das sei zwar ein Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber 2013; die Ausgabenbereitschaft der Deutschen liege damit aber immer noch auf „hohem Niveau“.

          „Die aktuelle Wirtschaftslage wird von den deutschen Konsumenten positiv gesehen, besonders unter Jüngeren. 77 Prozent sind mit ihr zufrieden und planen für das Weihnachtsfest ähnlich hohe Ausgaben wie im Vorjahr“, sagte der Leiter der Abteilung Consumer Business von Deloitte, Karsten Hollasch. Das leichte Minus sei aber bereits eine Reaktion auf die erwartete konjunkturelle „Trendwende“. Die wirtschaftliche Aussichten für das eigene Jahr würden „deutlich pessimistischer bewertet“.

          Dem Deloitte Christmas Survey 2014 zufolge beläuft sich das durchschnittliche Geschenkbudget der Deutschen zu Weihnachten auf 266 Euro. Die beliebtesten Geschenke sind demnach Bücher, auf die 41 Prozent zurückgreifen wollen. Auch Schokolade (26 Prozent), Kosmetika und Parfüms (24 Prozent) und Gutscheine (24 Prozent) werden gern verschenkt. Bei Geschenken für Kinder werde darauf geachtet, dass diese „traditionell und pädagogisch wertvoll“ seien. Das gelte etwa für Bücher und Spiele.

          Bei der Suche nach Weihnachtsgeschenken spielt das Internet nach Angaben von Deloitte eine bedeutendere Rolle als beim eigentlichen Kauf. Zwei Drittel der Deutschen nutzten das Netz zur Waren-Recherche und zum Preisvergleich, aber nur 46 Prozent kauften auch dort ein. „Die Mehrheit zieht den stationären Handel vor“, hieß es in der Auswertung der Konsum-Experten. Besonders Fachhändler könnten profitieren, nicht spezialisierte Kaufhäuser mit einem großen Warensortiment dagegen nicht. Nur jeder Fünfte wolle dort Geschenke kaufen.

          Deloitte befragte nach eigenen Angaben insgesamt rund 17.300 Menschen in 17 Ländern. In Deutschland waren es 1785 Konsumenten.

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