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Stiftung Warentest : Manufactum-Schloss für 180 Euro in 10 Sekunden geknackt

  • Aktualisiert am

Tester bei der Arbeit Bild: Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat Bügelschlösser für Fahrräder geprüft. Ein 180-Euro-Schloss aus Titan haben die Tester mit dem Bolzenschneider inner­halb von 10 Sekunden geknackt.

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          Peinliche Schlappe für Manufactum bei Stiftung Warentest: Ein 180 Euro teures Fahrradschloss ist von den Testern in weniger als 10 Sekunden geknackt worden (Video auf Youtube). Das Titan-Schloss wird  in Deutschland neben Manufactum auch von dem Onlinehändler Spybike vertrieben.

          Laut  Eigenwerbung haben Diebe selbst mit Bolzenschneidern keine Chance, „denn Titan ist zäh und würde vom Schneider nur gequetscht, aber nicht durchtrennt“, heißt es auf der Internetseite von Manufactum. Die amerikanische Herstellerfirma Stanton Concepts aus New Jersey zeigt auf ihrer Homepage im Webvideo Aufbruchversuche mit einem Bolzenschneider. Hier wird der Eindruck erweckt, dass die Schlösser aus Titanlegierung ihnen „unendlich“ lange standhalten.

          Die Tester der Stiftung Warentest haben bei drei TiGr Bügelschlössern mit 19 Millimeter Breite den Bolzenschneider angesetzt - und jedes innerhalb von 10 Sekunden geknackt. Mit Sägen konnten die Tester den Stahl in weniger als 90 Sekunden durchtrennen. Die Aufbruchsicherheit ist damit völlig unzureichend – die Tester sprechen von  „überteuertem Sperr-Müll“.  Die Stiftung plädiert dafür, dass die Händler die Schlösser freiwillig zurücknehmen sollten. Gute Fahrradschlösser gebe es ab 40 Euro.

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