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Autofahren : Steuervorteil für Autogas soll 2018 auslaufen

Bild: Felix Seuffert

Autogas könnte ab 2019 teurer werden. Der Steuervorteil für den umweltfreundlicheren Antriebsstoff könnte dann auslaufen. Anders sieht es für Erdgas aus.

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          Das Bundeskabinett will möglicherweise an diesem Mittwoch über das Ende des Steuervorteils für Autogas („Liquefied Petroleum Gas“, LPG) befinden. Selbst wenn es zu einer Verschiebung kommen sollte, soll aber ein entsprechender Gesetzesentwurf von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der Sache nicht mehr strittig sein. Der Entwurf sieht vor, das Steuerprivileg eines vergünstigten Mineralölsteuersatzes auf Autogas Ende 2018 auslaufen zu lassen. Hingegen soll die Steuerbegünstigung für Erdgas („Compressed Natural Gas“, CNG) bis Ende 2026 verlängert werden. Beide Formen des Antriebs von Autos sind über Jahre als umweltfreundlich gefördert worden.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Deutschland sind laut ADAC mehr als 550.000 Fahrzeuge mit Gasantrieb unterwegs, davon 475.000 mit Autogas und 80.000 mit Erdgas. Im Koalitionsvertrag war vorgesehen, die Steuerprivilegien für beide Gasarten zu verlängern. Allerdings als sogenannte nicht prioritäre Maßnahme, das heißt nur unter der Voraussetzung einer Gegenfinanzierung. Diese soll für das Autogas weggebrochen sein. Ursprünglich sollte dazu eine Ausweitung der Stromsteuer auf selbst verbrauchten Solarstrom dienen, die vom Wirtschaftsministerium zunächst aus beihilferechtlichen Gründen für notwendig erachtet, dann aber verworfen worden war.

          Das Finanzministerium stützt sich nun auf ein Gutachten des Heidelberger Ifeu-Instituts, nach dem die Infrastruktur für Autogas schon gut sei. Erdgas dagegen benötige eine weitere Förderung. Erdgas-Tankstellen hatten 2016 mit der Explosion eines VW Touran für Aufmerksamkeit gesorgt. Seither müssen sich Gas-Auto-Fahrer vor dem Tanken oft zunächst in der Tankstelle melden und Papiere über ihr Auto vorlegen.

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