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Absenkung auf 6,17 Cent : Sinkende Ökostromumlage bringt kaum Entlastung

  • Aktualisiert am

Die Ökostromumlage sinkt. Bild: dpa

Die Umlage für die Förderung von Ökostrom wird im kommenden Jahr erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2000 sinken. Die Stromkunden haben davon voraussichtlich wenig.

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          Erstmals seit Einführung der Ökostromumlage im Jahr 2000 fällt die Abgabe etwas niedriger aus. Die EEG-Umlage liege 2015 bei 6,17 Cent je Kilowattstunde nach zuletzt 6,24 Cent, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Tennet , 50 Hertz, Amprion und TransnetBW am Mittwoch mit. Dies sei ein Rückgang um 1,1 Prozent.

          Für die Stromkunden ergibt sich aus dem Rückgang rein rechnerisch lediglich eine Ersparnis von ein paar Euro im Jahr. Da andere Faktoren wie etwa die Netzgebühren in einigen Regionen steigen könnten, könnte es am Ende sogar für manche teurer werden.

          Mit der Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Sie wird auf den Strompreis aufgeschlagen. Grund für den leichten Rückgang ist einerseits ein Überschuss auf dem Ökostromkonto der Netzbetreiber von knapp 1,4 Milliarden Euro zum 30. September 2014. Ein Jahr zuvor hatte dort noch ein Defizit von 2,2 Milliarden Euro gestanden. Gleichzeitig werde die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien im nächsten Jahr allerdings weiter ansteigen, teilten die Netzbetreiber unter Verweis auf Prognosen unabhängiger Gutachter mit. Der Anstieg um mehr als zehn Terawattstunden auf dann insgesamt 160 Terawattstunden werde vor allem durch Windenergie an Land und auf dem Meer sowie Biomasse verursacht.

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