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Umweltbundesamt : Plastikpartikel in Hautcremes gefährden Umwelt

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Laut Umweltbundesamt werden deutschlandweit rund 500 Tonnen Mikroplastik jährlich in Kosmetika eingesetzt. Bild: Amadeus Waldner

Kleine Plastikteile in Kosmetika stellen laut Umweltbundesamt ein Risiko dar. Mikroplastik könne von Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden und gelange so ins Abwasser, in Flüsse und Meere.

          Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor Risiken für Umwelt und Gewässer durch die Verwendung von Plastikpartikeln in Hautcremes, Peelings, Duschgels und Shampoos. „Mikroplastik ist Teil eines globalen Umweltproblems“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Deutschen Presse-Agentur. So gelangten winzige Plastikabfälle in die Umwelt. „Wir brauchen viele unterschiedliche Maßnahmen, je nach Region und Stand der Abfallentsorgung.“

          Laut UBA werden bundesweit rund 500 Tonnen Mikroplastik jährlich in Kosmetika eingesetzt. Oft können die winzigen Teilchen von Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden und werden weiter transportiert.

          Die Grünen-Bundestagsfraktion fordert daher einen Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika und Reinigungsmitteln. Die Partei betont in einem Antrag, Granulatkügelchen würden bewusst Kosmetika und Körperpflegeprodukten wie Peelings oder Zahnpasta beigefügt.

          Nach Gebrauch landeten die Minipartikel im Abwasser, ein Teil gelange in die Flüsse und ins Meer. Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Peter Meiwald, betonte: „In der Umwelt ist jetzt schon viel zu viel Plastik.“ Die Kosmetikindustrie müsse dringend in die Verantwortung genommen werden.

          Das Bundesumweltministerium teilte mit, man führe seit 2013 Gespräche mit den Herstellerfirmen und deren Verbänden über einen raschen Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik.

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