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Probetraining und Vertragsklauseln : So wählen Sie das richtige Fitnessstudio

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Wer im Fitnessstudio überflüssige Pfunde loswerden will, sollte sich vorher genau informieren. Bild: Röth, Frank

Winterspeck loswerden und für die Strandfigur trainieren: Der Besuch im Fitnessstudio kann helfen. Bei der Auswahl gibt es eine Menge zu beachten. Woran kann man das richtige Fitnessstudio erkennen?

          2 Min.

          Besonders wichtig ist die Qualität des Trainings und der persönliche Wohlfühlfaktor in Fitnessstudios. Beides ist nicht auf  den ersten Blick ersichtlich. Deswegen lohnt es sich, mit verschiedenen Studios kostenlose und unverbindliche Probetrainings  zu vereinbaren, um Vergleichsmöglichkeiten zu erhalten. Teils helfen auf der Suche auch Qualitätssiegel wie das „Prae-Fit“ des TÜV Rheinland. Geprüft werden hierfür unter anderem die Qualifikation des Personals, das Trainings- und Kursangebot.

          Wichtig ist auch die Erreichbarkeit des Studios von zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus. Lange Wege können vom Training abhalten. Auch sollten die Öffnungszeiten gut mit dem eigenen Alltag vereinbar sein. Prüfsteine sind natürlich auch die anfallenden Gebühren, die Betreuung, der Andrang sowie die Hygiene in Studio, Umkleideräume und Sanitäranlagen, das Publikum und das Gesamtangebot an Geräten, Kursen und Entspannungsmöglichkeiten.

          Was ist beim Vertrag wichtig?

          Die für den Verbraucher bedeutendsten Elemente sind Laufzeiten und Regelungen zur Kündigung. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, beim Abschluss eines neuen Vertrages maximal eine Erstlaufzeit von  einem Jahr zu akzeptieren. In Streitfällen halten Gerichte unter Umständen auch noch Verträge mit zwei Jahren Laufzeit für zulässig;  andere Gerichte beurteilten bei Erstverträgen bereits Laufzeiten von mehr als sechs Monaten als unangemessene Benachteiligung von Kunden. Achtung: In vielen Fitnessstudio-Verträgen sind  automatische Verlängerungen vorgesehen, wenn Kunden nicht rechtzeitig kündigen.

          Müssen Kunden lange Vertragslaufzeiten akzeptieren?

          Nein. Zwar sind Studiobetreiber daran interessiert, Kunden möglichst lange zu binden und kaum daran, Ausnahmen von ihren Standardverträgen zu gewähren. Verträge können jedoch grundsätzlich frei verhandelt werden. Insofern können Kunden über die Höhe der  monatlichen Gebühren genauso versuchen zu verhandeln wie über die Laufzeit. „Es sind viele Fälle bekannt, in denen die  Fitnessstudio-Betreiber mit sich reden lassen und eine kürzere Laufzeit zugestehen“, sagt der auf Verbraucherrecht spezialisierte  Rechtsanwalt Thomas Hollweck aus Berlin. Der Konkurrenzdruck unter den Studios ist teils hoch.

          Wie kündige ich richtig?

          Auf jeden Fall schriftlich. Zu beachten sind dabei die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehenen Kündigungsfristen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen darf die Kündigungsfrist maximal drei Monate zum vorgesehenen Vertragsende betragen. Verbraucheranwalt Hollweck empfiehlt, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein zu verschicken. Mit dem Rückschein lässt sich im Streitfall eindeutig dokumentieren, wann die Kündigung beim Betreiber des Fitnessstudios einging.

          Können Verträge bei Krankheit oder Umzug gekündigt werden?

          Sogenannte außerordentliche Kündigungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Solche Gründe können laut Verbraucherzentrale Bayern etwa schwere Erkrankungen sein, die bei  Vertragsschluss noch nicht bekannt waren, oder ein Umzug, der eine 30 Kilometer längere Anfahrt mit sich bringt. Fristlos kann in der Regel auch bei einer Schwangerschaft gekündigt werden. Aber auch der Studiobetreiber kann in Ausnahmefällen fristlos kündigen, etwa wenn das Studio umzieht oder sich das Angebot durch einen Umbau  deutlich verschlechtert.

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