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Lübeck : Erstes Ikea-Shoppingcenter eröffnet

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Erstes Einkaufszentrum mit integriertem Ikea-Einrichtungshaus. Bild: dpa

In Lübeck startet das erste deutsche Ikea-Shoppingcenter. Es vereint ein Möbelhaus, Filialisten und Geschäfte unter einem Dach. Drei Millionen Besucher im Jahr sind das Ziel.

          Ikea ist in Deutschland bekannt durch die großen blauen Möbelhäuser direkt an der Autobahn. Bisher. Nun wagt sich die schwedische Kette auf neues Terrain - an diesem Mittwoch eröffnet das erste Ikea-Einkaufszentrum. Es heißt „Luv Shopping“ und steht in Lübeck. Und zeigt, dass auch Ikea neue Ideen braucht.

          Entstanden ist die Shopping-Passage auf dem früheren Werksgelände von Villeroy & Boch im Lübecker Stadtteil Dänischburg. Dort hatte die Mettlacher Firma bis zum Jahr 2009 Sanitärkeramik produziert. Die ursprünglich bereits für den Sommer 2012 geplante Eröffnung hatte sich durch zahlreiche Gutachten verzögert.

          Doch nun ist es soweit: Auf 50.000 Quadratmetern haben sich mehr als 50 Geschäfte einquartiert und verkaufen Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Bücher und Geschenkartikel. Bisher darunter sind beispielsweise ein C&A-Markt, eine Saturn-Filiale und ein Laden der Schuhandels-Kette Görtz. Natürlich gehört auch ein klassisches Ikea-Möbelhaus dazu. Der Standort vereine ein Ikea Möbelhaus, Filialisten und Geschäfte lokaler Händler unter einem Dach, sagte der Geschäftsführer der IICD, Rainer Bastians. Der Konzern hofft auf drei Millionen Besucher im Jahr und eine Milliarde Euro Umsatz.

          Ikea Deutschland und deren Tochtergesellschaft Inter Ikea Centre (IICD) Deutschland GmbH haben rund 120 Millionen Euro in das Projekt gesteckt. Weitere Ikea-Einkaufszentren in Deutschland sind nach Unternehmensangaben in nächster Zeit zwar nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Denn der Grund lautet schlicht: Es fehle an geeigneten Grundstücken. In anderen Ländern hat Ikea mit diesem Konzept schon Erfahrungen gemacht. In Russland, Frankreich oder Spanien gibt es vergleichbare Einkaufszentren.

          Hierzulande freut sich indes nicht jeder darüber, dass nun in Lübeck der neue Gigant seine Pforten geöffnet hat. Sorgen bereitet dem Einzelhandel besonders die überdachte Einkaufsstraße mit Läden, Cafés und 2600 Parkplätzen direkt vor der Tür. Dort werde praktisch ein Vollsortiment angeboten, sagte der Bad Schwartauer Bürgermeister Gerd Schuberth.

          Das werde Kaufkraft aus den benachbarten Innenstädten und auch aus Lübeck abziehen und zu deren Ausbluten führen. Die Städte Bad Schwartau und Neustadt (beide Kreis Ostholstein) klagen vor dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig gegen den Bebauungsplan der Hansestadt Lübeck für das Ikea-Center. Eine Entscheidung ist nach Angaben des Gerichts voraussichtlich erst im Herbst dieses Jahres zu erwarten.

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