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Kaffee auf Knopfdruck : Was bei Kapselmaschinen zu beachten ist

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Sind ökologisch bedenklich, werden aber trotzdem immer beliebter: Kaffeemaschinen mit Kapseln. Bild: dpa/picture-alliance

Kaffeemaschinen mit Kapseln werden immer beliebter. Sogar Aldi verkauft von diesem Mittwoch an ein eigenes Kaffeekapselsystem. Wir sagen Ihnen, was Sie bei diesen Maschinen beachten müssen.

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          Die gute alte Kaffeemaschine hat einen schweren Stand: Immer mehr Kaffeetrinker in Deutschland schwören auf die Zubereitung von Espresso, Cappuccino oder Latte macchiato mit bequemen Kaffeekapsel-Maschinen. Allein im vergangenen Jahr stieg der Kapselabsatz nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands um 16 Prozent. Mit Aldi setzt nun auch ein großer Discounter auf den Trend: Von Mittwoch an verkauft Aldi Süd in seinen Filialen ein eigenes Kaffeekapsel-System.

          Welche Vorteile haben Kapselsysteme?

          Zum einen ist die Benutzung der entsprechenden Maschinen sehr einfach. Zum anderen ermöglichen sie die Zubereitung der diversen Kaffeevarianten, die Verbraucher inzwischen aus Cafés oder von internationalen Coffeeshop-Ketten kennen. Die jeweilige Kaffeemischung ist in den kleinen Kapseln bereits fertig portioniert und wird von den dazugehörigen Maschinen dann auf Knopfdruck automatisch mit heißem Wasser aufgebrüht. Weil diese mit hohem Druck arbeiten, können sie anders als normale Kaffeemaschinen auch Espresso und darauf basierende Varianten wie einen Cappuccino zubereiten. Welche Rezepturen im Einzelnen verfügbar sind, richtet sich dabei aber nach den Anbietern.

          Wie umweltverträglich sind Kaffeekapseln?

          Die Umweltbilanz der Kapseln wird aufgrund der aufwändigen  Verpackung oft kritisiert. Die aromaversiegelten Mini-Packungen  bestehen entweder aus Aluminium oder - wie auch im Fall von Aldi -  aus Kunststoff. Für jede Tasse Kaffee fällt also Abfall an, der entsorgt werden muss. Vor allem die Produktion von Aluminium kostet generell viel Energie. Aluminium ist allerdings auch  wiederverwertbar, sofern es in den entsprechenden Abfalltonnen landet. Hersteller verweisen deshalb auf die in Deutschland bestehende Recyclingsysteme, um die Bedenken zu mildern. Es gibt außerdem auch Drittanbieter, die kompostierbare Kapseln aus einem biologisch abbaubarem Kunststoff anbieten. Zudem lassen sich die Kapseln auch zu Modeschmuck verarbeiten.

          Wie wirtschaftlich sind Kapseln?

          Die Bequemlichkeit und das viel beworbene „Lifestyle-Erlebnis“ haben ihren Preis: Kapselmaschinen-Kaffee ist deutlich teurer als aus der Zubereitung von Hand. Einzelne Portionspatronen des führenden Anbieters, die je sechs Gramm Kaffee enthalten und für eine Tasse reichen, kosten zwischen 30 und etwa 40 Cent. Es gibt auch Kapseln von Drittanbietern, die günstiger sind. Aldi Süd verkauft seine eigenen Kapseln zum Preis von 19 Cent je Tasse. Bei den genannten Markenkapseln entspricht das umgerechnet einem Preis von immerhin bis zu 30 Euro und mehr je Pfund Kaffee, bei der Aldi-Version ist es etwa die Hälfte. Ein Pfund Filterkaffee ist je nach Qualität ab etwa 3 Euro zu haben. Eine 250-Gramm-Packung Espresso gibt es in Supermärkten zwischen 3 bis 8 Euro. Wer Espresso oder Kaffee selbst zubereitet, zahlt in der Regel höchstens 10 Cent pro Tasse - meist wohl deutlich weniger.

          Können Kapseln von verschiedenen Anbietern verwendet werden?

          In der Regel passt nur eine bestimmte Kaffeekapsel in ein Kapselsystem. Die Döschen können oft nur bei der Firma gekauft werden, die den Kaffee und die entsprechenden Maschinen vermarktet. Die Stiftung Warentest kritisiert, hierbei werde der Kunde „zum  Sklaven des jeweiligen Systems“. Es gibt jedoch ein wachsendes  Angebot Kapseln von sogenannten Drittherstellern. Diese sind oft günstiger als die Originale. Allerdings sollte bei solchen Produkten genau geprüft werden, ob sie tatsächlich passen. Die Original-Hersteller wehren sich gegen derartige Drittanbieter unter anderem mit technischen Tricks und auf juristischem Weg.

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