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Online-Handel : Kreditkarten-Gebühren werden verboten

  • Aktualisiert am

Der Kreditkarten-Riese Visa hat der Dollar-Stärke getrotzt und seinen Gewinn überraschend kräftig gesteigert Bild: AP

Wer sein Bahnticket mit Kreditkarte bezahlt, muss 50 Cent extra löhnen. Das wird sich ändern. Das EU-Parlament hat für eine neue Vorschrift gestimmt.

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          Zahlungen im Internet sollen für Verbraucher in Europa sicherer und kostengünstiger werden. Das EU-Parlament stimmte am Donnerstag in Straßburg für eine neue Vorschrift, die ab 2017 gelten soll. Mit den neuen Bestimmungen sollen Verbraucher mehr Auswahl bei mobilen und Online-Zahlungsdiensten bekommen.

          Bei der Zahlung mit Kredit- und Debitkarten (EC-Karten) sollen für den Kunden künftig keine Extra-Zuschläge (“Surcharges“) mehr anfallen. Einige Unternehmen verlangen solche Aufschläge beim Online-Kauf mit Kreditkarte, etwa Billigairlines zur Aufbesserung ihrer Profite.

          Nichts Neues für Amex und Diner's

          Diese Regeln sollen vor allem für Kreditkarten gelten, die von Banken ausgegeben werden. Das betrifft etwa Mastercard und Visa. American Express und Diners Club bleiben dagegen ausgenommen, weil sie ihre Karten selbst ausgeben. Auch Firmenkarten, die nur für geschäftliche Zahlungen benutzt werden, fallen nicht darunter.

          Zudem soll der Graumarkt der Drittparteien-Anbietern erstmals EU-Recht unterliegen. Dazu gehört in Deutschland etwa der  Anbieter Sofort, der Kunden Transaktionen über das Bankkonto mit ihren vertrauten Online-Banking-Daten anbietet. Solche Dienstleister müssen künftig bestimmte Anforderungen in punkto Authentifizierung und Sicherheit erfüllen, um auf die Daten des Bankkunden zugreifen zu dürfen.

          So muss der Anbieter die Daten nach dem Zahlungsvorgang sofort wieder löschen. Zudem steht er in der Haftung für Fehlbuchungen und muss den Betrag dem Kunden ersetzen. Konkrete Vorgaben soll die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA noch festlegen.

          Bankkunden sollen dadurch mehr Sicherheit im Online-Handel und eine größere Auswahl bei Anbietern haben und von den neuesten Entwicklungen profitieren. Mehr Wettbewerb unter den Anbietern soll die Kosten für Zahlungsdienste senken.

          Die neuen EU-Standards sollen ab Herbst 2017 gelten. Der EU-Ministerrat muss den bereits gefunden Kompromiss noch annehmen, dies gilt als Formalie. Die bereits beschlossenen Obergrenzen für Bankenentgelte haben ab Jahresende Gültigkeit.

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