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Pakete : Zum Briefkasten gesellt sich der Paketkasten

  • Aktualisiert am

Bild: ZB

Wer den Paketboten verpasst und die Lieferung nicht mehr beim Nachbarn oder gar in der Filiale will, hat nun eine Alternative: Die Deutsche Post DHL bietet ab sofort den eigenen Paketkasten für die Haustür an.

          Nach dem Briefkasten kommt nun der Paketkasten: Die Deutsche Post DHL stellt ab sofort bundesweit allen Kunden Paketkästen zur Verfügung. Wer nicht zu Hause ist, muss dann seine Lieferung nicht mehr bei Nachbarn oder in einer Filiale abholen. Der Paketkasten kann gekauft oder gemietet werden, wie das Unternehmen am Montag in Bonn mitteilte. Das Angebot richtet sich vor allem an Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern.

          „Der Paketkasten ist die größte Erfindung seit dem Briefkasten“, erklärte Konzernvorstand Jürgen Gerdes. Die Kunden könnten damit genauso einfach und selbstverständlich Pakete zu Hause empfangen wie ihre tägliche Post.

          Wer künftig ein Paket bekommt und nicht zu Hause ist, muss es als Kunde des neuen Service später nur noch aus seinem eigenen Kasten holen. Der Zusteller hinterlässt in diesem Fall auch eine Benachrichtigung. Der Service muss im Internet auf paket.de aktiviert werden. Geöffnet wird der Paketkasten mit einem Schlüsselchip. DHL versichert, dass die Kästen sicher sind.

          Der Paketkasten wird mit einem Schlüsselchip geöffnet. Die Kunden können auch vorfrankierte Päckchen oder Pakete direkt versenden: Sie werden dafür von DHL aus dem Paketkasten abgeholt.

          Der Paketkasten wird in verschiedenen Größen und Farben angeboten. Die Basisvariante kostet 99 Euro. Allerdings kann es auch teurer werden, wenn der Kasten größer sein soll oder die Farbe gewechselt wird. Zudem muss sich der Käufer entscheiden, ob der Paketkasten an der Hauswand angebracht werden oder frei stehen soll. Wer es ganz ausgefallen mag, kann sich auch nach seinen eigenen Wünschen einen Paketkasten bauen lassen. Wer nicht selbst aufbauen will, kann zudem einen DHL-Partner mit der Montage beauftragen. So kann der Preis mit Extrawünschen auch schnell auf mehr als 500 Euro steigen. Der Kasten kann auch monatlich ab 1,99 Euro gemietet werden. Doch auch die Miete kann je nach Ausstattung auf mehr als zehn Euro monatlich steigen.

          Das neue Angebot dürfte vor allem für Hausbesitzer auf dem Land oder in Vorstädten interessant sein, soweit sie über einen entsprechenden Stellplatz verfügen und nicht über eine geschlossene Vorderfront. Grundsätzlich steht es aber auch Bewohnern von Mehrfamilienhäusern offen, wenn Platz dafür vorhanden ist. DHL hatte das Angebot seit Herbst 2013 in Ingolstadt und im Großraum Bonn getestet. In beiden Regionen waren laut einer Unternehmenssprecherin mehr als 850 Paketkästen im Einsatz.

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