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Ryanair, Easyjet & Co. : Billigflieger sind teurer geworden

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Auf 466 Strecken können Reisende insgesamt mit Billigfliegern wie Ryanair in Deutschland abheben. Bild: dpa

Wer möglichst günstig fliegen will, bucht oft bei Billiganbietern wie Ryanair und Easyjet seinen Flug. Doch die verlangen in diesem Jahr deutlich höhere Preise.

          Die Billigflieger in Deutschland sind laut einer Untersuchung im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich teurer geworden. Je nach Airline lagen die Preise im Frühjahr durchschnittlich zwischen 70 und 160 Euro pro Flugticket, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Low Cost Monitor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervorgeht. Im Frühjahr 2013 hätten Reisende im Schnitt zwischen 60 und 120 Euro für einen Flug bezahlen müssen.

          Günstigster Anbieter war mit einem durchschnittlichen Ticketpreis von 69,99 Euro inklusive Steuern und Gebühren die Airline Wizz. Auf Platz zwei landete Ryanair mit einem Preis von 78,78 Euro. Bei Easyjet kostete das Ticket im Schnitt 97,44 Euro, Germanwings lag bei 144,33 Euro. Teuerster Anbieter war der Untersuchung zufolge Airberlin mit einem durchschnittlichen Preis von 158,64 Euro. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass teurere Billigflieger teilweise auch besseren Service wie kostenlose Getränke böten, sagte das DLR.

          Für die Studie untersuchte das DLR die Preise auf rund 60 ausgewählten Strecken für Abflüge am nächsten Tag, in einer Woche, einem Monat und in drei Monaten. Die Durchschnittspreise seien  stark vom Buchungszeitpunkt abhängig. Ein Flug, der am Vortag gebucht werde, könne ein vielfaches dessen kosten, was ein Flug in drei Monaten koste, teilte das DLR mit. Die Spannbreite habe sich hier aber anscheinend verringert. Insgesamt konnten Reisende auf 466 Strecken mit einem Billigflieger in Deutschland abheben oder landen. Dies seien 43 Strecken und damit rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Im europäischen Luftraum kommen die Billigflieger im Vergleich mit den regulären Airlines insgesamt auf einen Anteil an den Starts und Landungen von 27 Prozent.

          Größter Billigflieger im deutschen Markt ist mit 1700 Starts und Landungen Airberlin. Deutliche Auswirkungen habe aber die Neustrukturierung der Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings. „Die  Lufthansa-Tochter bot in diesem Winter 60 Prozent mehr Flüge an“, sagte DLR-Experte Peter Berster. Die Lufthansa hatte im vergangenen Jahr ihren innerdeutschen und innereuropäischen  Flugverkehr abseits ihrer Drehkreuze größtenteils auf Germanwings verlagert. Mit insgesamt 1200 Starts pro Woche habe laut Berster Germanwings zu Airberlin aufgeholt.

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