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Zu lang und kompliziert : Das Kleingedruckte wird im Netz kaum gelesen

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Besonders junge Verbraucher interessiert das Kleingedruckte bei Zalando, Amazon und Co. wenig. Bild: dapd

Verbraucher ignorieren die allgemeinen Geschäftsbedingungen in Verträgen häufig. Noch weniger Aufmerksamkeit schenken sie dem Kleingedruckten beim Online-Einkauf, obwohl gerade dort die Vertragsdetails dem Schutz der Verbraucher dienen sollen.

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          Das Einkaufen im Netz gehört für viele Menschen zum Alltag, doch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden dabei kaum zur Kenntnis genommen. Über die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland akzeptiere die AGBs immer oder meistens völlig ungelesen, ergab eine repräsentative Studie der Marktforschung TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Dabei halten nur 12 Prozent der Befragten die AGBs wirklich für unwichtig. Die meisten Nutzer (72 Prozent) gaben als Grund für das Ignorieren die Länge oder Komplexität der AGBs an.

          53 Prozent der Befragten stimmen den Studienergebnissen zufolge bei der Installation einer App oder beim Einkauf immer oder meistens den AGBs zu, 27 Prozent sogar „immer“ oder „fast immer“ - ohne sie gelesen zu haben. Immerhin „gelegentlich“ werden die Geschäftsbedingungen von 16 Prozent der Internetnutzer gelesen. Je jünger die Nutzer seien, umso mehr neigten sie dazu, die AGBs zu ignorieren, hieß es.

          Auch zum Thema bargeldloses Bezahlen befragte das Marktforschungsinstitut die Bürger. Demnach nutzt fast jeder mindestens eine Art von bargeldlosem System - die EC-Karte mit eingerechnet. Fast allen (98 Prozent) sind dabei die Sicherheit des Datenverkehrs und der Schutz der persönlichen Daten besonders wichtig. Hier sehen drei Viertel allerdings auch die größten Defizite dabei. Zu Datenschutz und Sicherheit sehen jeweils 40 Prozent „sehr großen Verbesserungsbedarf“.

          An Zahlungsdienstleistungen etwa von Google oder Apple hätten der Studie zufolge lediglich 23 Prozent der Befragten Interesse. Drei von vier Bürgern würden demnach Dienstleistungen wie Apple Pay nicht in Anspruch nehmen, die Hälfte der Befragten sogar ganz bestimmt nicht. In der Internetbranche gilt Apples neuer Bezahldienst, der bislang nur in den Vereinigten Staaten angeboten wird, dagegen als Hoffnungsträger für das mobile Bezahlen. Selbstfahrende Autos, wie sie unter anderem Google entwickelt, halten nur knapp drei von zehn Befragten für wirklich nützlich. Knapp die Hälfte (47 Prozent) sehen darin keinen Vorteil.

          Noch immer ein Fünftel der Menschen ab 18 Jahren nutzt in Deutschland das Internet weder beruflich noch privat. Im Schnitt werden zwei verschiedene Geräte genutzt. Der Laptop (61 Prozent) liegt demnach noch vor dem Smartphone (54 Prozent) und dem stationären Computer (48 Prozent). Dabei ermittelte TNS Emnid einen deutlichen Unterschied in den Altersgruppen. Demnach gehen drei Viertel der Nutzer unter 40 Jahren mit dem Smartphone ins Netz, ab der 50 Jahre-Grenze tun das nur noch etwa drei von zehn.

          Für die repräsentative Studie befragte TNS Emnid im Oktober telefonisch 1000 Menschen aus der deutschsprachigen Bevölkerung ab 18 Jahren in Privathaushalten.

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