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Bundesnetzagentur : Viel mehr Beschwerden über die Telekom

Bild: dpa

Wer seinen Festnetz-Anschluss wechselt, braucht die Telekom. Aber die arbeitet oft nicht so, wie sie soll. Nach F.A.S.-Informationen wächst die Zahl der Beschwerden sprunghaft.

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          Der Ärger über die Deutsche Telekom wächst. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) erfahren hat, gingen bei der Bundesnetzagentur zwischen Anfang Juli und Mitte Oktober rund 10.000 Beschwerden verärgerter Kunden ein, bei denen der Wechsel des Telefonanbieters nicht ohne Schwierigkeiten vonstatten ging. Die Behörde reguliert die deutschen Telefonanbieter und hat eine Beschwerdestelle zum „Anbieterwechsel“ eingerichtet.

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Zahl der Beschwerden ist kräftig gewachsen: Zuvor hatte die Zahl der Beschwerden innerhalb eines ganzen Jahres bei rund 25.000 gelegen (im Zeitraum von Juli 2013 bis Juni 2014). Schon das waren zwei Drittel mehr als im Jahr zuvor.

          Wechselt ein Kunde zu einem neuen Telekommunikationsanbieter, ist er trotzdem häufig auf die Telekom angewiesen. Denn sie hat das Monopol auf die sogenannte „letzte Meile“, also vereinfacht gesagt das Stück der Telefonleitung, das vom Verteilerkasten ins Haus führt. Deswegen ist für solche Umstellungsarbeiten in aller Regel ein Techniker der Deutschen Telekom zuständig.

          Auch die Mitglieder des Branchenverbands VATM, in dem sich rund 100 Telekom-Konkurrenten zusammengeschlossen haben, sind oft unzufrieden mit den Umstellungsarbeiten. „Die Fehlerquote liegt häufig zwischen fünf und 15 Prozent“, sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner gegenüber der F.A.S. Dies hat eine aktuelle Befragung des Verbands unter seinen  Mitgliedern ergeben.

          Die Deutsche Telekom teilte mit: „Der Technische Service und der Kundenservice arbeiten derzeit unter Volllast.“ Allerdings spiegele die Zahl der Beschwerden allein das marktweite Beschwerdeaufkommen zum Anbieterwechsel wider. Der relevante Beschwerdeanteil Richtung Telekom Deutschland liegt nach eigenen Angaben des Unternehmens nur bei etwa 1.400 Fällen. Aber natürlich sei jeder Fall ein Fall zu viel.

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