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Stiftung Warentest : Kostenpflichtige Sicherheitssoftware schützt am besten

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Drei Produkte wurden nur mit „ausreichend“ bewertet. Bild: Denzel, Jesco

Kriminelle Hacker greifen auch Privatcomputer an. Um den Rechner vor Viren zu schützen, verwenden viele Nutzer Sicherheitssoftware. Doch die sollte am besten etwas kosten, sonst taugt sie nicht viel, fand jetzt die Stiftung Warentest heraus.

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          Wer sich und seinen Computer effektiv vor Kriminellen schützen will, sollte laut Stiftung Warentest zu kostenpflichtiger Sicherheitssoftware greifen. Für die sechs besten von insgesamt 17 getesteten Programmen müsse jeweils bezahlt werden, berichtete die Stiftung in der April-Ausgabe der Zeitschrift „test“. Drei untersuchte Produkte wurden lediglich mit „ausreichend“ bewertet, vor allem wegen Mängeln beim Schutz vor Schadsoftware.

          Die Tester knöpften sich den Angaben zufolge zwölf kostenpflichtige und fünf kostenlose Programme vor und attackierten die damit ausgestatteten Rechner jeweils mit mehr als tausend Angriffen. Unter anderem wurden USB-Sticks, E-Mail-Anhänge und Internetseiten eingesetzt, die mit Schadsoftware präpariert waren. Nur ein Produkt erhielt für die Schutzwirkung die Note „sehr gut“. In der Gesamtbewertung schnitt es ebenso wie acht weitere Programme mit „gut“ ab; darunter waren auch zwei kostenlose Angebote. Fünf Programme erhielten ein „befriedigend“, drei ein „ausreichend“.

          Neben Mängeln beim Schutz vor Angriffen aus dem Netz führten unter anderem eine schlechte Handhabung der Sicherheitssoftware und eine zu lange Reaktionszeit auf neue Schadprogramme zu schlechteren Noten. Am besten funktionierten die Programme, wenn sie über eine Internetverbindung verdächtige Funde mit ihrem jeweiligen Server abgleichen könnten, erläuterten die Tester. Deshalb sollte der Computer möglichst immer mit dem Netz verbunden sein. Auch sollten die Nutzer den Schutzprogrammen am besten erlauben, sich automatisch Updates herunterzuladen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

          Für einen guten Schutz vor Cyber-Kriminellen sei allerdings auch gesunder Menschenverstand wichtig, mahnte die Stiftung Warentest. So könnten die Sicherheitsprogramme sogenannte Phishing-E-Mails, mit denen persönliche Daten abgefischt werden sollen, nicht immer zuverlässig erkennen. „Der erfahrene Surfer“ wisse aber, dass beispielsweise seine Hausbank niemals per E-Mail zur Eingabe von Passwort oder TAN auffordere, und falle deshalb nicht auf solche Angriffe herein.

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