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Probleme bei Zahlungsaufträgen : Ärger über IT-Panne bei Commerzbank

Bei der Commerzbank geht es rund. Bild: Reuters

Eine IT-Panne sorgt für Ärger bei Kunden der Commerzbank. Wegen einer technischen Störung konnten am Montag Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften nicht verarbeitet werden.

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          Von ihrer Bank lahm gelegt fühlen sich gerade viele Commerzbank-Kunden. Ausgerechnet zum Monatsanfang, wenn besonders viele Daueraufträge etwa für Miete ausgeführt und Lastschriften etwa für Vereine und Telekomleistungen eingezogen werden, traf offenbar viele Kunden der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaft eine IT-Pannen. Viele Commerzbank-Kunden machten am Dienstag und schon am Montag auf Twitter ihrem Ärger Luft. Die Commerzbank teilte mit, sie und ihre Tochtergesellschaft Comdirect habe am Montag,  also am ersten Werktag im Juni, zwischen 00.00 Uhr und 08.30 Uhr Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften nicht verarbeiten können.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auftraggeber von Überweisungen erhielten offenbar oft die Meldung. das avisierte Konto bei der Commerzbank oder der Comdirect existiere nicht („IBAN fehlerhaft“). Auch wer Geld von den Commerzbank-Konten abbuchen wollte, erhielt denselben Hinweis – üblicherweise versuchen es viele Behörden wie das Finanzamt oder Vereine aber automatisch ein zweites Mal. Doch in jedem Fall macht das ganze für die Kunden und die Bank keinen guten Eindruck.

          Wie viele Kunden bei der Commerzbank und ihrer Direktbank Comdirect  von der IT-Panne betroffen waren, konnte oder wollte ein Sprecher des Instituts am Dienstag in Frankfurt nicht sagen. „Ich weiß keine Zahl, und ich zeige jetzt nicht mit dem Finger in die Luft“, sagte der Commerzbank-Sprecher am Dienstagnachmittag der F.A.Z. „Es handele sich nicht um alle, aber ausschließlich um Konten mit der Ziffer „4“ an der achten Stelle der Iban-Nummer. Dagegen seien Konten mit der Ziffer „8“ an der achten Iban-Nummern-Stelle nicht betroffen. Bei letzteren handelt es sich um Kunden der ehemaligen Dresdner Bank, die von der Commerzbank 2009 übernommen wurde, deren IT  seit 2011 abgeschafft beziehungsweise auf einer gemeinsamen IT-Plattform integriert ist. Dem Vernehmen nach aber konnte das IT- System eben langjährige Commerzbank-Konten mit der „Ziffer „4“ in der IBAN am Montagmorgen nicht zuordnen beziehungsweise erkennen.

           Commerzbank und Comdirect empfehlen nun ihren Kunden: Wer zu Monatsbeginn den Eingang von Geld erwarte, sollte kontrollieren, ob die Zahlung eingegangen ist; falls nein, sollten sich die Kunden mit ihrem Geschäftspartner oder ihrem Commerzbank-Berater in Verbindung setzen. Die Bank werde entstandene Kosten zurückerstatten. Zunächst nicht ausgeführte Zahlungsaufträge, die von einem Commerzbank-Konto abgehen sollten, habe die Commerzbank mittlerweile weitgehend selbst auf den Weg gebracht, hieß es am Dienstagnachmittag. Wie lange die Nachbuchungen noch andauerten, wollte der Sprecher nicht sagen. „Wir arbeiten daran mit Hochdruck“, versicherte er.

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