https://www.faz.net/-hbv-9amvd

Verbraucher beschweren sich : Immer Ärger mit der Iban

  • Aktualisiert am

Die ausländischen Bankverbindungen mancher Unternehmen lassen sich noch immer nicht für Zahlungen in Deutschland nutzen, obwohl dies mit Sepa ausdrücklich möglich sein soll. Bild: dpa

Die Sepa-Umstellung auf die 22-stellige Iban fällt Verbrauchern nicht leicht. Doch besonders ärgerlich ist, wenn dann der europäische Zahlungsverkehr praktisch nicht funktioniert.

          1 Min.

          Bei der Wettbewerbszentrale gehen unvermindert Beschwerden über Probleme mit der internationalen Kontonummer Iban ein. Seit der Einrichtung der Sepa-Beschwerdestelle Ende Mai 2017 beklagten sich Verbraucher inzwischen 280 Mal.

          Der Grund: Sie konnten eine ausländische Bankverbindung bei bestimmten Unternehmen nicht für Zahlungen in Deutschland nutzen - obwohl dies im Zahlungsverkehrsraum Sepa (“Single Euro Payments Area“) ausdrücklich möglich sein soll. „Die Mehrzahl der Unternehmer hat zwar die rechtlichen Vorgaben umgesetzt, es gehen aber immer noch Beschwerden bei uns ein“, bilanzierte Rechtsanwalt Peter Breun-Goerke zum Jahrestag.

          Auslandskonten nicht akzeptiert

          Probleme meldeten Verbraucher bei Versicherern, Energieversorgern und Lotterieanbietern, aber auch bei Banken. So wollten etwa in Deutschland tätige Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland Versicherungsbeiträge von ihrem Konto in der Heimat abbuchen lassen - und bekamen vom Versicherer beschieden, es werde nur eine Bankverbindung in Deutschland akzeptiert. Oder der Einkauf im Internet scheiterte, weil die Online-Systeme der Shops die Eingabe von Auslandskonten nicht zuließen.

          In 120 Fällen stellte die Wettbewerbszentrale Verstöße fest und mahnte Unternehmen ab. Meist mit Erfolg: Die Firmen verpflichteten sich, ihre Modalitäten zu ändern. In drei der Fälle jedoch sah sich die Wettbewerbszentrale zur Klage gezwungen - Ausgang offen.

          Die IBAN (“International Bank Account Number“) soll Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen in derzeit 34 Ländern grenzüberschreitend standardisieren und so beschleunigen. Seit dem 1. August 2014 ist das Format für Unternehmen und Vereine verpflichtend, Verbraucher müssen die IBAN seit dem 1. Februar 2016 nutzen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.