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Hotelportale : Hier finden Sie das billigste Hotelzimmer

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Ein Hotelzimmer muss nicht viel kosten. Bild: obs

Hotelportale gibt es im Internet viele. Die Anbieter werben mit Rabatten und Preisgarantien. HRS hat dafür gerade einen Prozess verloren. Doch die besten Preise finden Reisende oft anderswo.

          Die Zeiten des klassischen Buchens eines Hotelzimmers per Reisebüro oder des direkten Anrufs beim Hotel sind vorbei. Fast die Hälfte der Deutschen sucht über das Internet nach einer passenden Hotelbleibe. Ist ja auch praktisch.

          Mithilfe von Hotelportalen können heutzutage schnell und bequem Zimmer in allen Hotels weltweit und rund um die Uhr gebucht werden. Zudem hat man als Verbraucher sofort Preisvergleiche und auch Bewertungen anderer Reisender auf einen Blick parat. Und Preisgarantien sorgen augenscheinlich dafür, dass man sich relativ sicher fühlen kann, die günstigste Alternative gewählt zu haben. Ist das wirklich so?

          Viele Portale wie HRS, expedia.de oder booking.com versprechen zwar die Differenz zu erstatten, die man im Vergleich zu einem möglicherweise günstigeren Angebot gezahlt hat- allerdings wird über die so genannten Bestpreisklauseln auch heftig gestritten, im Fall von HRS nun auch vor den Gerichten. Dabei hatte das Bundeskartellamt bereits im Dezember 2013 HRS untersagt, sich als Hotelportal von den Hotels die günstigsten Preise garantieren zu lassen, wogegen das Unternehmen vorgegangen ist und nun eine Niederlage kassiert hat:

          HRS darf von Vertragshotels nicht mehr fordern, die günstigsten Zimmerpreise eingeräumt zu bekommen. Die sogenannte Bestpreisklausel von HRS beeinträchtigt den Eigenvertrieb der Hoteliers und den Wettbewerb mit anderen Buchungsportalen, wie das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf in einem am Freitag verkündeten Beschluss entschied. Zur Begründung hieß es, der Marktanteil von HRS übersteige 30 Prozent. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Sollte die Entscheidung rechtskräftig werden, könnten Hotelpreise womöglich sinken: Dem Gericht zufolge nimmt die Bestpreisklausel anderen Hotelportalen den Anreiz, den HRS-Hotelunternehmen niedrigere Vermittlungsprovisionen anzubieten, um im Gegenzug die „Hotelzimmer über ihr Portal zu günstigeren Preisen und Konditionen als HRS anbieten zu können“.

          Viele Hotelportale versuchen aber, nicht immer sich nur mithilfe der Preise positiv abzugrenzen. Je nach Aspekten wie Angebotsvielfalt, Bedienbarkeit oder Suchfunktionen können Reisende neben den bekannten Marken HRS und booking.com auf Seiten wie hotels.de, Opodo, Hotels.com und ehotel.com ebenso fündig werden. Aber eben nicht unbedingt zum besten Preis, wie unterschiedliche Studien in der Vergangenheit schon herausgefunden haben. Oft ist es sogar am günstigsten, direkt auf der Internetseite des Hotels zu buchen. Als Verbraucher sollte man sich daher die Zeit nehmen und unterschiedliche Portale sowie Direktangebote der Hotels zu vergleichen.

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