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Girokonten : Viele Banken erhöhen Kontogebühren um gut 30 Prozent

Konto und Karten werden teurer. Bild: dpa

Auch für rein online geführte Girokonten müssen Bankkunden jetzt oftmals mehr zahlen. Eine neue Welle der Gebührenerhöhungen scheint bevorzustehen. Wen trifft es besonders?

          2 Min.

          Bankkunden müssen sich offenbar auf eine neue Runde von Gebührenerhöhungen vorbereiten. „Die Bugwelle kommt gerade auf uns zu, wir bekommen laufend neue Meldungen über höhere Gebühren rund ums Girokonto“, berichtet Horst Biallo vom Internetportal Biallo.de. Hintergrund sind wohl die anhaltenden Niedrigzinsen und Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB), möglicherweise die Einlagenzinsen für Banken von minus 0,4 Prozent weiter zu senken. Die künftige EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat gerade geäußert, sie sehe bei den Negativzinsen noch „Spielraum nach unten“.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Biallo sagte der F.A.Z., bislang hätten in diesem Jahr 327 Banken und Sparkassen die Kontoführungsgebühren angehoben. Das waren rund 25 Prozent aller von der Online-Plattform beobachteten Institute, die wiederum etwa 90 Prozent aller Banken in Deutschland darstellen. Hinsichtlich des Ausmaßes der Gebührenerhöhungen gebe es Unterschiede zwischen Volksbanken und Sparkassen sowie reinen Online-Konten und solchen, die in der Filiale geführt würden, sagte Biallo weiter. Besonders stark sind demnach die monatlichen Gebühren für die Filialkonten bei den Volksbanken gestiegen. Institute aus der Genossenschaftsgruppe, die eine Gebührenerhöhung ankündigten oder umsetzten, erhöhten das monatliche Grundentgelt für die günstigsten Filialkonten im Durchschnitt um 37 Prozent auf 4,63 Euro. Bei den Sparkassen stiegen diese Gebühren um 34 Prozent auf 6,04 Euro. Hinzu kommen Entgelte für viele einzelne Leistungen rund ums Girokonto.

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