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Gebrauchtwagenportale : Mit einem Klick zum neuen Auto

Für alle Portale gilt: Sie sind Anzeigenplattformen, um Käufer und Verkäufer zusammenzuführen. Gekauft wird dann aber nicht wie bei Ebay anonym über das Netz, sondern indem sich die beiden treffen. Die Seriosität der Verkäufer prüfen die Portale nicht.

Gebrauchtes Auto kostenlos bewerten lassen

Wer die für ihn ideale Gebrauchtwagenbörse gefunden hat, muss vor einem Kauf oder Verkauf ausführlich die Preise recherchieren. Ein Weg dazu ist die Abfrage über die bekannte Schwacke-Liste. Sie ermittelt Durchschnittspreise auf Basis der Angebote in den Autobörsen und bei den Händlern. Jeden Monat werden die Daten aktualisiert. Sie liegen für alle in Deutschland erhältlichen Modelle der vergangenen zwölf Jahre vor. Die Abfrage berücksichtigt auch alle möglichen Sonderausstattungen, die bis zu 30 Prozent des Autowertes ausmachen können.

Eine solche Preisabfrage kostet bei Schwacke 7,90 Euro. Sie bekommen dabei sowohl einen Preis, den sie voraussichtlich beim Händler für einen Gebrauchten zahlen müssten (Händler-Verkaufspreis), als auch einen Preis, den sie erhalten, wenn sie ihren Wagen dort in Zahlung geben (Händler-Einkaufspreis). Wer seinen Wagen an Privatleute verkauft, kann hoffen, bis zu 10 Prozent mehr als den Händler-Einkaufspreis zu erzielen.

Gelände- oder Sportwagen verlieren besonders wenig an Wert

Noch mehr gibt es dann nur, wenn der Wagen in besonders gutem Zustand ist, zum Beispiel ohne Lackschäden. „Einen Aufschlag erzielen Verkäufer auch bei regelmäßiger Wartung, dokumentiert durch ein lückenloses Scheckheft mit regelmäßigen Inspektionen und am besten noch mit einer gerade aktualisierten TÜV-Plakette“, sagt Jochen Ehrlich, Leiter der Marktredaktion bei Schwacke.

Entscheidende Kriterien für die Wertentwicklung eines Autos sind Modell, Kilometerstand und Alter, die Ausstattung hingegen weniger. Das Modell sagt aus, wie schnell der Wert sinkt. Deutsche Hersteller sind meist wertbeständiger als ausländische Fabrikate. Beliebte Fahrzeuge wie Gelände- oder Sportwagen verlieren dabei besonders wenig, Autos aus den oberen Fahrzeugklassen hingegen oft viel, weil die Kunden angesichts der noch hohen Preise lieber einen Neuwagen kaufen als einen teuren Gebrauchten. Zusätzlich rutschten die Preise besonders dann, wenn ein Nachfolgemodell präsentiert wird.

Bei hohem Kilometerstand drohen teure Reparaturen

Der Kilometerstand sagt, wie hoch der Verschleiß des Fahrzeuges ist und welche Reparaturen fällig werden können. 10.000 zusätzlich gefahrene Kilometer sind vor allem dann ein Problem, wenn das Auto schon mehr als 70.000 Kilometer hinter sich hat, weil dann meist die teureren Reparaturen stark zunehmen. Da manche Kunden glauben, der Tacho sei frisiert und die Kilometerangaben damit zu niedrig, hat das Scheckheft einen weiteren Zweck: Es dokumentiert die Kilometerstände.

Das Alter eines Autos ist vor allem in den ersten drei Jahren für den Preis wichtig. Dann ist der Wertverlust am stärksten und beträgt durchschnittlich rund 50 Prozent. Doch auch bei betagteren Fahrzeugen können drei Jahre Altersunterschied mehr als 1000 Euro Unterschied ausmachen. Die Preise sinken vor allem dann, wenn die Technologie veraltet ist, zum Beispiel, weil ESP, Klimaanlage oder der Airbag fehlen. Für die Einschätzung der Rostgefahr hat das Alter hingegen an Bedeutung verloren, weil die Wagen immer rostresistenter werden.

Die Ausstattung ist nicht so entscheidend. Vor allem in den oberen Fahrzeugklassen werden zwar gewisse Extras wie etwa Ledersitze vorausgesetzt. Fehlen sie, gibt es Preisnachlässe, oder der Wagen verkauft sich gar nicht. Bei kleineren Modellen sind die Ansprüche der Käufer geringer. Aber für Extras wird auch hier kaum mehr gezahlt.

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