https://www.faz.net/-hsn-82vv9

Im Test : Die schönsten Blumen zum Muttertag aus dem Internet

  • -Aktualisiert am

Der Klassiker: Rote Rosen kommen auch bei Müttern gut an. Bild: dpa

Am kommenden Sonntag ist Muttertag. Viele verschicken dazu Blumen mit Fleurop & Co. Wir haben die wichtigsten Anbieter getestet.

          Das Geschäft mit Blumen hat am Muttertag (10. Mai) Hochkonjunktur. Auch bei Online-Lieferdiensten - mehrere Millionen Blumensträuße pro Jahr versenden die Anbieter schon. Doch wie läuft die Bestellung genau ab? Und wie pünktlich liefern Versender wie Fleurop, Blume 2000 und Co.? Meine Mutter will ich nicht mit hineinziehen - deshalb lasse ich die Blumensträuße an mich selbst schicken, in meine Wohnung in Hürth, einem Vorort von Köln. Fünf Lieferdienste sollen Blumensträuße für je rund 25 Euro liefern, mit bunten Rosen plus Gerbera. Glaubt man Knigge, sind das nämlich die idealen Muttertagsblumen: Mit Rosen zeigt man Dankbarkeit, Gerbera stehen für Freude und Zuneigung.

          Das Vergleichsfeld: Erst einmal die Marktführer Blume 2000 und Fleurop, die Millionenumsätze machen und langjährige Erfahrung haben. Per Fleurop konnte schon mein Großvater Blumensträuße an meine Oma verschicken. Inzwischen hat Fleurop sich dafür zusätzlich einen Internet-Shop zugelegt. Außerdem habe ich den kleinen Online-Blumenhändler Blumenfee ausgewählt, ein Start-up aus Sachsen-Anhalt, sowie Flora Prima, einen Lieferdienst, der im Netz häufig geklickt wird. Dazu kommt noch Lidl Blumen, hinter dem der Blumenversand Valentins steckt.

          Das Angebot ist groß: Unter den Suchbegriffen „Rosen“ und „Gerbera“ haben alle fünf mindestens zehn verschiedene Sträuße im Sortiment. Es gibt fertige Arrangements oder Überraschungssträuße. Bei Fleurop könnte ich meinen Strauß online sogar selbst zusammenstellen: Über den Konfigurator soll ich einzelne Blumen plus Grünzeug auswählen und per Mausklick zum Strauß zusammenstellen. Aber das lasse ich diesmal. Etwas eingeschränkt ist das Angebot nur bei Lidl, da sind einige Sträuße nicht sofort lieferbar. Gerade bei dem Discounter fällt auch auf: Manche Sträuße wären auf der Seite des Blumenversenders Valentins, der den Service für Lidl abwickelt, günstiger gewesen. Meinen Strauß etwa hätte ich dort für fünf Euro weniger bekommen.

          Kleinere Anbieter locken mit Gratis-Geschenken

          Sind die Blumen ausgesucht, kommen die Extras. Pralinen, Sekt, Tassen und sogar Plüschtiere - theoretisch könnte ich einen halben Präsentkorb an die Blumenstängel binden lassen. Das Angebot ist riesig und kann ganz schön ins Geld gehen. Deshalb wähle ich diesmal nur Gratis-Geschenke. Gerade kleinere Anbieter versuchen, Kunden damit zu locken. Bei Flora Prima staube ich am meisten ab: Pralinen, eine Vase und eine Karte.

          Nun fehlen noch die Versand-Optionen. Die sind nicht unwichtig, denn alle Anbieter garantieren zwar eine pünktliche Lieferung. Aber das bedeutet nicht, dass die Blumen auf jeden Fall zum Wunschtermin ankommen. Nur bei Fleurop übergeben Mitarbeiter ortsansässiger Floristen die Blumen persönlich. Bei allen anderen kommt der Strauß per Paketdienst. DHL liefert für Blume 2000, Blumenfee und Flora Prima. Hermes liefert für Lidl. Bei einer Verspätung bekomme ich den Kaufpreis oder die Versandkosten zurück oder darf einmal kostenlos bestellen. Nur: Sollte mein Muttertagsgruß zu spät kommen, hilft das wenig. Wer auf Nummer Sicher gehen will, muss draufzahlen. Weil Muttertag ein Sonntag ist, kostet die Zustellung sowieso schon bis zu 25 Euro extra. Normalerweise lässt sich auch Fleurop eine Sonntagszustellung mit knapp 15 Euro bezahlen. Doch zum Muttertag gibt es ein Spezialangebot, da kostet der Aufpreis für die Zustellung am Sonntag anstatt 7,95 Euro lediglich 2,95 Euro. Lidl Blumen macht es sich besonders leicht. Der Discounter wirbt zwar mit Sonderangeboten zum Muttertag, liefert aber grundsätzlich nicht an Sonntagen. Einziger Ausweg: Als Wunschtermin müsste ich den Freitag oder Samstag vorher angeben. Dazu raten übrigens auch Blumenfee und Blume 2000.

          Also soll auch mein Test-Wunschtermin ein Samstag sein. Immerhin vier von fünf Sträußen kommen pünktlich. Am schnellsten ist Fleurop: Um 14 Uhr klingelt es, und ein freundlicher Herr vom Blumenladen Casa Flora drückt mir den Strauß in die Hand. Die anderen Pakete folgen, teils sind es riesige Kartons. Nur auf die Lieferung von Blume 2000 muss ich bis Montag warten. Eine Sprecherin der Firma erklärt mir später, dass mein Strauß rechtzeitig die Produktion verlassen habe und der DHL übergeben worden sei. In absoluten Ausnahmefällen verzögere sich die Auslieferung eben schon mal.

          Beim ersten Blick auf die Sträuße stelle ich fest: Alle sehen genauso aus wie auf den Fotos. Die Arrangements haben die richtige Farbe, die Blumen wirken frisch und duften - insbesondere der Strauß von Lidl Blumen. Wobei er im Vergleich zu den anderen ziemlich klein und schlicht wirkt.

          Sieben Tage sollen sich die Blumen halten, versprechen alle fünf Anbieter. Fleurop, Blumenfee und Lidl bestehen den Frischetest. Sogar der Strauß von Blume 2000 wirkt nach einer Woche noch frisch. Nur bei Flora Prima nehmen die ersten Blütenblätter schon am fünften Tag nach der Lieferung eine ungesunde Farbe an. Zwei Tage später sind die Rosen außen braun. Dabei halte ich mich akribisch an die Pflegehinweise: Ich suche einen schattigen und kühlen Platz, fülle jeden Tag Wasser nach - und stelle sogar alle Obstschalen weit weg, weil reifende Früchte Blumen schneller welken lassen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Geht es Arbeitnehmern wirklich so schlecht?

          Ausgebeutete Arbeitnehmer? : Der Markt ist klüger als die SPD

          Arbeitnehmer haben heute so viel Macht wie selten zuvor. So manchen Arbeitgeber treiben sie gar zur Verzweiflung. Nur: Wer sagt das jetzt den Sozialdemokraten? Die sprechen weiter von Gerechtigkeitslücken, die geschlossen werden müssen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.