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Einkaufsratgeber : Die besten Rabatte am „Black Friday“

Auch in Deutschland gehen die Händler am „Black Friday“ mit den Preisen runter. Bild: dapd

Am „Black Friday“ stürmen die Amerikaner auf der Suche nach günstigen Angeboten die Geschäfte. Deutsche Händler haben den Rabatt-Tag jetzt importiert. Verbraucher können heute beim Einkaufsbummel richtig sparen.

          3 Min.

          In den Vereinigten Staaten gehört er zur Vorweihnachtszeit wie warmer Punsch und Santa Claus: Der „Black Friday“. Nachdem die Amerikaner an Thanksgiving Gott für die reichen Gaben gedankt haben, stürmen sie am nächsten Tag die Shopping Malls – und danken den Einzelhändlern für großzügige Rabatte zum Fest.

          Anne-Christin Sievers

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Nadine Bös

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Auch in Deutschland haben die Geschäfte den „Black Friday“ entdeckt. Auf der Internetseite www.blackfridaysale.de bieten zahlreiche Händler ihre Waren für kleinere Preise feil. Auch die Webpräsenz www.black-friday.de gibt viele Anregungen, wie man kurz vor dem ersten Advent ein paar Euro sparen kann. Allen voran bieten amerikanische Unternehmen wie Apple und Amazon deutliche Abschläge an. Aber auch deutsche Ketten wie Saturn, Karstadt und Sport Scheck wollen mit dem importierten Rabatt-Tag die Verkäufe im Advent anheizen:

          Normalerweise ist Apple mit Rabatten eher knauserig, aber an diesem Freitag reduziert selbst der Elektronikriese im Internet und im Apple Store einen großen Teil seines Sortiments. Das iPad Air gibt es ab 444 Euro, bei einem regulären Preis von 479 Euro spart der Kunde 35 Euro. Beim iPad 2 hatte Apple den Preis von 379 Euro auf 348 Euro reduziert. Das Mac Book Pro gibt es sogar für 101 Euro weniger: Es kostet 1098 Euro statt 1199 Euro. Sparfüchse müssen sich beeilen: Die Angebote gelten nur heute bis um 24 Uhr.

          Karstadt bietet in seinem Online-Shop ebenfalls noch bis um 24 Uhr Black-Friday-Rabatte auf ausgewählte Artikel. Das Leonardo-Rotweinglas „Chateau“ verkauft die Warenhauskette beispielsweise für 6,36 Euro statt für 7,95 Euro. Das ist wirklich günstig – das billigste Angebot, das sich sonst noch im Internet findet, liegt bei 7,50 Euro plus Versand. Aber aufgepasst: Nicht jedes Black-Fiday-Produkt von Karstadt lohnt sich. So zahlen Kunden etwa für den Chemie-Experimentierkasten für Kinder von Kosmos zwar 20 Prozent weniger als sonst: Statt 24,99 Euro nur 19,99 Euro. Im Online-Shop „Digitalo“ jedoch gibt’s das gleiche Spielzeug für 18,99 Euro – unabhängig vom Black Friday.

          Sportinteressierte können im Onlineshop von Sport Scheck auf Schnäppchenjagd gehen. „Nachdem wir zum Vergnügen unserer Kinder Halloween von den Amerikanern übernommen haben, zelebrieren wir nun bei Sport Scheck zum Vergnügen unserer Kunden den Black Friday“, schreibt das Geschäft auf seiner Website. Die Rabatte gelten zwar nur für ausgewählte Artikel, fallen aber im Einzelfall durchaus ordentlich aus. So zahlt der Kunde etwa für einen Wanderrucksack von Salewa statt 84,95 Euro nur 44,95 Euro. Unter 49,95 ist das Produkt anderswo im Internet nicht aufzutreiben.

          Auch der Energiekonzern RWE möchte bei der Rabattschlacht mitmischen: Er versucht am Black Friday, der dort „Smart Friday“ heißt, sein Haussteuerungs-System „Smart Home“ an den Mann zu bringen. Die Technik erlaubt es etwa, aus der Ferne Heizkörper zu regulieren, so dass sich das Wohnzimmer schon eine Stunde bevor man von der Arbeit nach Hause kommt aufheizt. 129 Euro kostet heute das Einsteigerpaket; 368,80 Euro will das Unternehmen normalerweise für die darin enthaltenen Komponenten haben.

          Sogar Tierfreunde können vom Black Friday profitieren, jedenfalls wenn sie sehr viele oder sehr hungrige Haustiere haben: Der Onlineshop der Tiernahrungskette Fressnapf bietet heute 10 Prozent aufs gesamte Sortiment. Allerdings gibt‘s einen Mindestbestellwert von 70 Euro - so viel muss Waldi erst mal futtern.

          Saturn lockt seine Kunden gleich mit einem „Black Weekend“: Von Donnerstag bis Montag um 9 Uhr soll es Elektronikgeräte von der Waschmaschine über den Flachbildfernseher bis hin zur Fotokamera deutlich günstiger geben. So bietet Saturn etwa den Flachbildfernseher UE40F6100 von Samsung in schwarz für 399 Euro an, bei Amazon kostet das gleiche Modell 507 Euro. Die Waschmaschine Vario Perfect von Siemens kostet noch 429 Euro, bei Otto.de zahlt man für das gleiche Gerät schon 499 Euro. Allerdings kann man auf der Internetseite von Saturn nicht genau erkennen, was das Produkt regulär im Angebot kostet und was man als Kunde durch den Black Friday wirklich sparen kann. Deshalb sollten Verbraucher wachsam bleiben und vor dem Kauf genau vergleichen. 

          Wer den Black Friday verpasst, der kann immer noch auf den kommenden Montag hoffen: Am so genannten “Cyber Monday“ drehen traditionell die Online-Händler an der Preisschraube. Amazon etwa gewährt den Kunden mit der „Cyber Monday Woche“ sogar bis kommenden Freitag deutliche Preisnachlässe. Na dann, viel Spaß beim Weihnachtseinkauf.

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