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Aus alt mach neu : Wozu ausrangierte Smartphones noch taugen

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Gleich auf den Schrott? Dieses Schicksal muss nicht jedes alte Handy ereilen. Bild: dpa

Das neue Smartphone-Modell gab es als Weihnachtspräsent, doch was geschieht nun mit dem alten? Ob als Alarmanlage, Babyphone oder Bordcomputer - ausrangierte Mobiltelefone sind zu einigem nutze.

          Zu gut für die Schublade, zu schade für den Müll: Die Zahl ausrangierter Handys und Tablets wird auch nach dem diesjährigen Weihnachtsfest wieder in die Höhe schnellen. Doch die ausgemusterten Smartphones können durchaus noch nützlich sein - auf höchst unterschiedliche Art und Weise. Auch ein Smartphone, das wegen eines schnittigeren Modells ausrangiert wird, ist letztlich immer noch ein leistungsfähiger Computer, der sich über Apps mit unzähligen Funktionen bestücken lässt.

          Überwachung und Sicherheit

          Sicherheitsfreaks können teuren Alarmanlagen-Herstellern ein Schnippchen schlagen: Mithilfe von kostenlosen Apps wie „Manything“ lassen sich Altgeräte zum Beispiel in leistungsfähige Überwachungssysteme umwandeln, die Bewegungen im Haus erkennen und dann den Besitzer alarmieren. Eine andere Möglichkeit zur Überwachung des Eigenheims ist die Anwendung „Überwachung Spion-Kamera“, deren kostenlose Version bis zu 24 Stunden Videoaufnahmen bietet.

          Mit wenigen Klicks lässt sich das alte Smartphone ebenso problemlos zum Babyphone umfunktionieren. Apps wie „Baby Monitor“ schlagen Alarm, wenn ein zuvor festgelegter Geräuschpegel überschritten wird und rufen dann eine bestimmte Telefonnummer an. Integriert ist auch eine Rückruf-Funktion, über die besorgte Eltern sogar direkt mit ihrem Nachwuchs kommunizieren können.

          Information und Unterhaltung

          Bei der Morgentoilette kann das Altgerät als selbst gebastelter „Smart Mirror“ an Termine erinnern und wichtige Nachrichten oder das Wetter anzeigen. Zusätzlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das ausgediente Handy als mp3-Player, Internetradio oder intelligente Fernbedienung zu nutzen. Mit einer geeigneten Vorrichtung lässt es sich sogar als kostspielige Luxusvariante eines digitalen Bilderrahmens an die Wand montieren.

          Für längere Autofahrten eignen sich ausrangierte Tablets ausgezeichnet als Offline-Bordcomputer, auf denen Eltern vorab Spiele oder Filme für die ungeduldigen Kleinen auf der Rückbank herunterladen können. Alternativ können Altgeräte auch als Navigationssystem verwendet werden, das mithilfe von gespeicherten Karten den Weg weist.

          Ermöglicht wird dies durch kostenlose Apps wie „HereWeGo“, die Landkarten aus allen Ländern der Welt offline speichern und somit auch ohne Internetzugang zuverlässig durch die Welt navigieren. Fußgänger können das Handy stattdessen als Fitness-Tracker mit sich führen und jede ihrer Bewegungen aufzeichnen.

          Und wer es doch nicht behalten möchte?

          Wer trotz all dieser Möglichkeiten nicht von der Zweckentfremdung seines ausgedienten Smartphones überzeugt ist, kann es immer noch verkaufen - vorausgesetzt, es handelt sich dabei um ein funktionstüchtiges und unbeschadetes Gerät. Dabei sollten allerdings die starken Preisschwankungen beachtet werden, denen Handys und Tablets dem Vergleichsportal teltarif zufolge unterliegen. Die Bundesregierung rät in diesem Fall ausdrücklich dazu, die SIM- und Speicherkarte vor der Weitergabe aus dem Gerät zu entfernen und letztere zu bereinigen.

          Für kaputte Smartphones gibt es hingegen nicht allzu viele Optionen. Diese sollten im besten Fall an gemeinnützige Organisationen gespendet werden, die sich meist in Kooperation mit Mobilfunkanbietern um die Abholung und Sammlung der Geräte kümmern. Im Zweifel reicht aber auch ein Gang zum örtlichen Wertstoffhof.

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