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Umfrage : Rekordsummen für Weihnachtsgeschenke

  • Aktualisiert am

Immer teurer, immer mehr Bild: Picture-Alliance

Mehr Geld als je zuvor wollen die Deutschen für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Ein immer größerer Teil kommt dem Online-Handel zugute.

          Die Deutschen wollen in diesem Jahr so viel für Geschenke ausgeben wie nie. Das geplante Durchschnittsbudget betrage 282 Euro, ergab eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung EY. Das sind demnach sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr und so viel wie nie seit Beginn dieser Umfrage im Jahr 2007. Hochgerechnet summieren sich die Geschenkausgaben damit bundesweit auf über 18 Milliarden Euro.

          Der frühere Rekord stammt mit 273 Euro aus dem Jahr 2013. Inflationsbereinigt hat dieser auch weiter Bestand. In Preisen von 2010 wollten die Bundesbürger seinerzeit 256 Euro ausgeben, in diesem Jahr wären es 252 Euro. Nach drei Jahren, in denen das Niveau fast konstant blieb, ist das ein neuer Schub.

          Immer öfter im Internet

          Hauptanlaufstelle für den Kauf von Geschenken bleiben zwar die Fachgeschäfte, wie die Umfrage ergab. Hier wollen die Deutschen im Schnitt 91 Euro ausgeben, fünf Euro weniger als im vergangenen Jahr. Deutlich mehr Umsätze wird demnach abermals der Online-Handel machen - das Durchschnittsbudget für den Weihnachtseinkauf per Mausklick steigt laut Umfrage von 56 auf 88 Euro. Grund ist auch, dass Geschenke wie Konzerttickets oder Reisegutscheine immer beliebter werden - und sie werden vor allem im Internet gekauft.

          „Der Einzelhandel kann sich insgesamt auf ein starkes Weihnachtsgeschäft freuen, die Zeichen stehen dank einer florierenden Wirtschaft, niedriger Arbeitslosigkeit und steigender Löhne weiter auf Wachstum“, sagte Thomas Harms von EY am Montag.

          Zum Weihnachtsshopping zieht es die Deutschen aber trotz der steigenden Ausgaben im Internet immer noch in die Städte und Einkaufscenter, wie die Umfrage ergab. Nur 21 Prozent der Verbraucher gaben an, ihre Weihnachtsgeschenke lieber per Mausklick zu kaufen. „Die große Mehrheit schätzt also eigentlich den Einkauf im stationären Handel“, sagte Harms.

          Entscheidend sei dabei ein passendes Umfeld: 44 Prozent der Verbraucher gaben an, vorweihnachtliche Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte seien ein Anreiz für einen Einkaufsbummel in der Stadt oder im Shopping-Center; im Vorjahr lag der Anteil mit 41 Prozent etwas niedriger.

          ilo/fs

          AFP

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