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Einkaufsverhalten : Wir Boykottierer

Marken haben’s schwer, wenn sie einmal boykottiert werden. Bild: dpa

Wenn Verbraucher in Deutschland ein Unternehmen boykottieren, sind sie ziemlich konsequent – sagen sie zumindest.

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          Deutsche Verbraucher zeigen eine bemerkenswerte Konsequenz, wenn sie sich einmal entschieden haben, ein Unternehmen zu boykottieren. Zwei Drittel haben schon einmal Produkte einer Marke oder eines Unternehmens bewusst gemieden, weil diese Gegenstand eines Skandals waren. 60 Prozent dieser Personen haben einen Markenboykott bis heute durchgehalten, wie aus der Studie „Skandale, Pleiten, Pannen“ des Marktforschungsinstituts Yougov hervorgeht.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Für diese wurde auf eine Datenbank zurückgegriffen, auf der 70.000 Deutsche regelmäßig repräsentativ befragt werden. Als Begründung für einen Boykott wurden am häufigsten gesundheitsschädliche Produkte genannt, danach die Misshandlung von Tieren und die unfaire Behandlung von Mitarbeitern des Unternehmens.

          Nach den Ergebnissen der Studie ist es nicht ausgeschlossen, dass Verbraucher zu der Marke oder dem Unternehmen zurückkehren, wenn sich das fragliche Produkt verbessert hat oder die kritisierten Praktiken geändert wurden. „Es kostet Unternehmen große Mühe, einmal verlorene Kunden zurückzugewinnen“, sagt Studienautor Markus Braun. Gezielte Ansprache scheine dabei erfolgreicher zu sein als eine breite Werbekampagne.

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