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Bundesbank-Zahlen : Wieder mehr Falschgeld in Deutschland

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Neue Einhundert- und Zweihundert-Banknoten: Dank neuer Sicherheitsmerkmale soll weniger Falschgeld in den Umlauf kommen. Bild: dpa

In Deutschland zahlen Verbraucher zwar immer mehr bargeldlos. Trotzdem gerät mehr Falschgeld in Umlauf. Vor einer bestimmten Banknote sollten Sie besonders vorsichtig sein.

          Verbraucher in Deutschland und anderen Ländern des Euroraumes zahlen immer häufiger ohne Scheine und Münzen. Das zeigen am Freitag veröffentlichte Zahlen von Europäischer Zentralbank (EZB) und Deutscher Bundesbank. Demnach wurden im vergangenen Jahr in den 19 Ländern des gemeinsamen Währungsraumes 90,7 Milliarden Zahlungen ohne Bargeld abgewickelt.

          Nach EZB-Angaben waren das 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Knapp die Hälfte (46 Prozent) waren Kartenzahlungen. In Deutschland wurden der Bundesbank zufolge knapp 23 Milliarden Zahlungen ohne Scheine und Münzen abgewickelt – 5,8 Prozent mehr als 2017.

          Der Gesamtwert der Transaktionen ohne Bargeld erhöhte sich aber nur leicht um 0,4 Prozent auf 55,8 Billionen Euro.„Besonders deutlich wird das steigende Interesse an unbaren Zahlungsmitteln im Bereich der Kartenzahlungen“, stellte die Bundesbank fest. Hier gab es ein Plus von gut 18 Prozent. Insgesamt wurde demnach fast 5,3 Milliarden Mal mit einer Karte ein Betrag von durchschnittlich rund 59 Euro bezahlt.

          Auf der anderen Seite ist in Deutschland wieder mehr Falschgeld im Umlauf. Im ersten Halbjahr zogen die Behörden rund 27.600 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 1,6 Millionen Euro aus dem Verkehr, wie die Bundesbank mitteilte. Dies sei ein Anstieg von 2,5 Prozent zum zweiten Halbjahr 2018. „Rechnerisch entfallen pro Jahr rund sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner“, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann. „Für das zweite Halbjahr 2019 erwarten wir sinkende Falschgeldzahlen, da die Ermittlungsbehörden jüngst bedeutende Erfolge gegen internationale Fälscherringe erzielen konnten.“

          Bei Fälschern am beliebtesten ist mit großem Abstand nach wie vor der 50-Euro-Schein. Sein Anteil am Gesamtaufkommen aller Blüten sank allerdings auf 65 Prozent, während es im zweiten Halbjahr 2018 noch rund 72 Prozent waren. Zudem wurden rund 19.800 Falschmünzen aufgegriffen, nach etwa 16.100 im zweiten Halbjahr 2018. Rund 87 Prozent davon waren falsche Zwei-Euro-Stücke.

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