https://www.faz.net/-hbv-9cdrv

Ladestationen-Monopole : Abzocker-Verdacht an der Stromtanke

Zwar gibt es immer mehr Ladesäulen für Elektroautos, doch so vergrößert sich auch das Chaos mit verschiedenen Tarifen und Abrechnungsmodellen. Bild: Picture-Alliance

An den Zapfsäulen für Elektroautos regiert das Tarif- und Abrechnungschaos. Und es bilden sich lokale Monopole heraus.

          3 Min.

          Zumindest bei der Tankstellensuche und dem Preisvergleich sind Besitzer von Benzin- und Dieselautos immer noch klar im Vorteil: Zapfsäulen gibt es reichlich, die Spritkosten werden klar und deutlich angezeigt. Apps helfen dabei, die gerade günstigste Station zu finden. Von solchen Verhältnissen können viele Fahrer von Elektroautos nur träumen. Das Netz der Stromtankstellen wird nur langsam dichter. Immerhin gibt es in Deutschland laut Bundesnetzagentur inzwischen rund 5000 öffentliche Ladesäulen, die jedermann anfahren kann. Theoretisch jedenfalls.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Die Batterie einfach spontan aufzuladen, ist längst nicht überall möglich, wie der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick in seinem zweiten „Ladesäulen-Check“ bemängelt: Mitunter muss vorher eine Ladekarte beantragt werden, andere Tankstellen verlangen eine Vorabregistrierung der Kunden per App. Und wer Preise vergleichen will, was sich beim Stromtanken besonders lohnen würde, hat seine Mühe. Es regiert das Tarifchaos.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung

          : blackweek20

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie tief reicht die Harmonie wirklich? Robert Habeck und Annalena Baerbock auf dem digitalen Bundesparteitag im November 2020

          Die Grünen und die K-Frage : Habeck oder Baerbock?

          Die Grünen sind zufrieden mit sich. Doch irgendwann müssen sie klären, ob sie einen Kanzlerkandidaten aufstellen und wer von beiden Vorsitzenden das sein soll. Ein Stimmungsbild.

          Pressefreiheit in Frankreich : Macrons Doppelmoral

          Es ist gut, dass der französische Präsident Karikaturen gegen Zensurversuche im Namen der „politischen Korrektheit“ verteidigt. Doch er wäre glaubwürdiger, wenn er die Pressefreiheit nicht an anderer Stelle selbst einschränken würde.