https://www.faz.net/-hbv-9dm4p

Betrag vor Pin : Sparkassen verändern Ablauf beim Geldabheben

  • Aktualisiert am

Das neue Abhebeverfahren der Sparkassen soll Kunden beim Geldabheben besser schützen. Bild: dpa

Erst gibt man die Pin ein, dann wird man nach dem gewünschten Betrag gefragt. So kennt man es, wenn man bei der Sparkasse am Automaten Geld abhebt. Nun hat die Sparkasse den Ablauf umgedreht. Was bei Kunden zu Verwirrung führen kann, hat gute Gründe.

          Es bedeutet eine Umstellung für Millionen Kunden der Sparkasse, wenn auch nur eine kleine: Wer an einem Geldautomaten mit dem roten S Geld abhebt, wird jetzt zuerst nach der Höhe des Betrages und erst danach nach seiner Geheimzahl (PIN) gefragt. Vorher war die Reihenfolge umkehrt.

          Wie die Wirtschaftswoche zuerst berichtete, bekommen alle Geldautomaten der Sparkasse bundesweit in diesem Sommer eine neue Software. Sind die Geräte umprogrammiert, ändert sich der Ablauf beim Geldabheben.

          Die meisten anderen Banken haben diesen Schritt schon früher vollzogen. So müssen Kunden der Deutschen Bank schon seit Mitte 2015 zuerst die gewünschte Abhebesumme eingeben, die Postbank hat ihr System seit 2012 umgestellt, die Commerzbank nach eigenen Angaben noch davor.

          Der Grund für die Umstellung sind einem Sparkassensprecher zufolge Sicherheitsbedenken. Mit der Eingabe der Pin sei der Geldautomat freigeschaltet, komme es dann zu einem Handgemenge, könne der Dieb selbst einen – möglichst hohen – Betrag eingeben. Auch andere Banken berichten, dass sich eine neue Masche von Trickdiebstählen etabliert habe, bei der Täter die Kunden ablenken, den Auszahlungswunsch auf den Maximalbetrag erhöhten und am Ende das Geld selbst entnehmen.

          Diese Praxis werde durch das umgestellte Verfahren verhindert - auch wenn Täter mit krimineller Energie immer Wege finden werden, beim Geldabheben an das Ersparte ihrer Opfer heranzukommen.

          Weitere Themen

          Die größten Börsengänge Video-Seite öffnen

          Das sind die Top 10 : Die größten Börsengänge

          Uber wird bei seinem Börsengang etwas mehr als acht Milliarden Dollar erlösen – und kommt damit nicht unter die Top 10 der größten Börsengänge. Die ersten vier Plätze belegen Konzerne aus China; aus Deutschland ist ein Unternehmen dabei.

          Topmeldungen

          Kurz’ Zögern : Gefangen in der Ibiza-Falle

          Lange wartete Österreichs Kanzler, bis er sich zum Video von FPÖ-Chef Strache äußerte. Dabei war ihm schnell klar, dass sein Vize nicht zu halten ist. Dessen Parteifreund Gudenus soll derweil weiter Kontakt zu der vermeintlichen Oligarchennichte gehalten haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.